Bei Google Maps wehen Nazi-Flaggen in Basel

Wer bei Google einen bestimmten Suchbegriff eingibt, bekommt ein seltsames Bild zu sehen. Vom Basler Bahnhofsgebäude hängen Nazi-Flaggen.
Eine Leserreporterin ist besorgt: "Ein Bekannter von mir hat nichtsahnend nach Basler Kantonalbank SBB gesucht, als er auf diese Bilder gestoßen ist. Auf dem Account dieser Person sind auch weitere Geschäfte rund um den Bahnhof, der Fund-Service und das SBB-Reisebüro vertaggt – alle mit dem selben Hitler-Bild. Das finde ich sehr unheimlich."

Ihr Freund habe die Bilder deshalb der Polizei gemeldet. Die Basler Polizei war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Bild zeigt den Bahnhof SBB mit mehreren Nazi-Flaggen, am Himmel prangt zudem das Antlitz von Adolf Hitler. Als Autor der Bilder wird der Name Abu Hajaar genannt. Ein jihadistischer Name, der durch ein IS-Video (siehe unten) bekannt wurde. Durch die virale Verbreitung des Clips, wurde der Name anschließend auch in Social-Media-Kanälen und für Memes verwendet.

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Wie es zu den Nazi-Bildern kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Das Bild sieht allerdings aus wie ein Screenshot von Google Street View. Dieser wurde wohl mit einer Software zur Bildbearbeitung verändert und mit den entsprechenden Motiven ergänzt. Die einfachste Erklärung wäre, dass sich jemand einen schlechten Scherz erlaubt hat.

Google bietet die Möglichkeit, zu den Suchergebnissen von Orten, selbständig ein Bild hochzuladen. In diesem Fall wurde es scheinbar ohne genauere Prüfung online gestellt. SBB-Sprecherin Rahel Meile sagt auf Anfrage von "20min.ch": "Wir gehen davon aus, dass Google das Bild bemerken und es rasch korrigieren wird." Schließlich sei so etwas auch dem Unternehmen unangenehm.

Update vom 13.4.2017: Die Nazi-Bilder sind mittlerweile nicht mehr bei Google zu sehen. Da diese gegen die Richtlinien verstoßen haben, wurden sie offenbar entfernt. Unangemessene Fotos können über diese Website direkt bei Google gemeldet.



Das Video zeigt vier IS-Kämpfer, von denen einer Abu Hajaar heißt. (Quelle: Youtube/ViceNews) (swe/20 Minuten)

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