Austria-Kapitän Fischer:

"Bei Van der Bellen rufe ich nicht an"

Die Austria startet in Lettland in die Saison. Kapitän Manfred Fischer über Machtkämpfe und seinen WM-Helden.
Martin Huber
23.07.2026, 07:00
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"Ich wünsche mir mit der Austria eine Saison ohne Baustellen und Machtkämpfe. Der Verein soll zur Ruhe kommen. Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir was bewegen", appelliert Kapitän Manfred Fischer vor dem Saisonstart im "Heute"-Interview.

In Lettland steigt heute um 17 Uhr gegen Liepaja in der zweiten Runde der Conference-League-Quali das erste Pflichtspiel. "Sie haben physisch starke Konterstürmer", warnt Trainer Stephan Helm. Dazu mit Marvin Martins ein Ex-Veilchen. Bei der Austria fehlen Handl, Boateng und Wiesinger. Südkoreas WM-Spieler Lee stieg erst am Montag ins Training ein, ist heute dabei.

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"Hat im Fußball nichts verloren"

Fischer hat die letzten Wochen viel Fußball-WM geschaut: "Hydration Break und Halbzeit-Show beim Finale waren ein Blödsinn. So wie der Einfluss von Trump und der Politik", sagt er. "Van der Bellen rufe ich bei einer Fehlentscheidung nicht an", schmunzelt er. "Das hat im Fußball nichts verloren."

Am liebsten würde er Fabian Ruiz von den WM-Stars als Mitspieler bei der Austria haben. "Er ist unterschätzt: Diszipliniert gegen den Ball, unangenehm in Zweikämpfen. Und er macht diese langen Läufe in die Box. Er spielte Pedri raus, Spanien war mit ihm gefährlicher. Ruiz ist nicht der große Star, hat aber einen großen Einfluss auf das Spiel. Ich liebe solche Spieler."

Bei der Austria will der Kapitän die Jungen wie Deshishku oder Markovic fördern. "Sie haben Potenzial, wir Älteren tragen sie. Ziel muss sein, dass sie sich als Stammspieler etablieren. Wir dürfen ihnen aber nicht alles schenken. Es muss was von ihnen selbst kommen."

Fischer sieht sich als "Fußballarbeiter", der in seine sechste Veilchen-Saison geht. "Ich werde nicht als Dribbler oder feiner Techniker bei der Austria in Erinnerung bleiben. Ich mache hier meine Arbeit", sagt er "Heute".

"Ich will eine Benchmark für die Jungen sein. Der Trainer soll Videos herzeigen, wo ich von zehn Mal neun Mal das Richtige mache. Die Jungen sollen sich orientieren an mir, den Anspruch habe ich an mich selbst."

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