Bein durch Mäher verloren - OP rettete Bambi

Dem kleinen Reh wurde durch den Rasenmäher ein Bein abgetrennt.
Dem kleinen Reh wurde durch den Rasenmäher ein Bein abgetrennt.Tierparadies Schabenreith
Ein Rehkitz hat durch eine Mähmaschine das rechte, hintere Bein verloren. Dank einer Operation ist Bambi jetzt gerettet, lebt auf einem Tierschutzhof. 

Große Sorgen bereitete zuletzt ein schwer verletztes Rehkitz den Helfern vom Tierparadies Schabenreith (Bez. Kirchdorf). Das wenige Wochen alte Tier hatten Passanten auf einer Wiese gefunden und es auf den Hof gebracht. Eine Mähmaschine hatte dem Bambi das rechte Hinterbein zur Hälfte abgetrennt. Das Tier musste höllische Schmerzen leiden.

Die ersten Nächte waren nervenaufreibend, da "Pü-Reh", wie es von den Verantwortlichen des Tierparadieses getauft wurde,  das Flascherl verweigerte und nicht trinken wollte. Ob das Jungtier die Amputation des verletzten Hinterbeines und vor allem die Narkose überstehen würde, war unsicher. "Pü-Reh zeigte einen großen Lebenswillen und war in einer sehr guten Verfassung, so dass wir beschlossen, die Operation zu wagen und ihr eine Chance zu geben", so die Leitern Doris Hofner-Foltin.

Die durchgeführte Operation am 2. Juni verlief dann ohne gröbere Vorfälle und das Rehkitz wachte problemlos aus der Narkose auf. Der zwei Tage später erfolgte Verbandswechsel zeigte, dass die Wundheilung bestens verlief. Das Team im Tierparadies wird jetzt alles daran setzen, damit das Rehmädchen mit drei Beinchen gut gehen lernt. Es wird nicht ausgewildert, sondern ihr Leben mit Artgenossen in einem gesicherten Waldstück des Tierheimes verbringen.

Um Rehkitze vor Verletzungen und Tod zu schützen, appelliert das Tierparadies dringend, die Felder vor dem Mähen abzusuchen oder Kitze mittels Drohnen mit Wärmebild- bzw. Infrarotkameras aufzuspüren. 

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