"So etwas hab ich noch nie erlebt und ich arbeite nun seit 35 Jahre in dieser Abteilung", erzählt ein "Gipser" im Kepler Uni-Klinikum gegenüber "Heute". Viel Zeit hat er nicht für ein Gespräch, denn schon kommt der nächste Patienten in den Raum. Vor dem Krankenhaus stehen die Rettungsfahrzeuge in einer langen Schlange.
Handbrüche, eine angeknackste Schulter oder ein gebrochenes Sprunggelenk - die Verletzungen an diesem Montag ähneln sich. Der Grund: Das Glatteis in der Früh. Viele Menschen rutschten aus und verletzten sich dabei teilweise schwer, mussten in eines der Krankenhäuser.
"Das ist wirklich schon sehr ungewöhnlich. Schon am 24. Dezember habe ich gedacht, das ist der schlimmste Tag, weil damals wegen des Glatteises so viele Verletzte wie überhaupt noch nie gekommen sind. Aber heute ist es noch schlimmer", so ein Oberarzt am Montagmittag.
Die Zahlen vom 24. Dezember bestätigen die Situation: Damals waren am traurigen Höhepunkt des "Sturz-Tages" 47 Patienten und Patientinnen gleichzeitig auf der Unfallambulanz, mussten versorgt werden. An "normalen" Tagen sind es im Höchstfall um die zehn Patienten.
Das Linzer KUK war am Montag natürlich nicht allein, denn auch in den anderen oberösterreichischen Krankenhäusern herrschte Hochbetrieb.