Bekommen Handelsangestellte bald Corona-Prämie?

Am Mittwoch fällt der Startschuss für die schwierigen KV-Verhandlungen im Handel.
Am Mittwoch fällt der Startschuss für die schwierigen KV-Verhandlungen im Handel.picturedesk.com
Am Mittwoch starten die Kollektivvertragsverhandlungen für die 418.000 Angestellten und 15.000 Lehrlinge im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel.

Im Frühjahr zählten die Angestellten in den Supermärkten zu den großen Helden unserer Gesellschaft. Schon damals wurden Forderungen nach mehr Gehalt laut.

Am Mittwoch starten nun die Kollektivvertragsverhandlungen für die Angestellten im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel in Österreich. Insgesamt sind 418.000 Personen in der Branche tätig, dazu noch 15.000 Lehrlinge.

Massive Verluste für Textil-, Schuh- und Kfz-Handel

Die Gespräche finden unter schwierigen Vorzeichen statt, da die Corona-Krise hat die Bereiche im Handel höchst unterschiedlich getroffen hat. So konnten der Lebensmittelhandel, Elektronikketten, Baumärkte und Einrichtungshäuser Umsatzzuwächse verbuchen. Die Erlöse im Textil-, Schuh- und Kfz-Handel brachen hingegen massiv ein.

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Arbeitnehmervertreter fordern "zumindest eine Inflationsabgeltung" und eine Corona-Mitarbeiterprämie für jene Betrieben, die wirtschaftlich gut dastehen. Für die Arbeitgeber steht der Erhalt von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt.

Knapp zwei Drittel Frauen

Das kollektivvertragliche Mindestgehalt für Vollzeitangestellte liegt derzeit im alten Handels-Kollektivvertrag bei 1.675 Euro brutto (1.357 Euro netto) pro Monat, im neuen KV sind es 1.714 Euro brutto (1.384 Euro netto).

Knapp zwei Drittel der Angestellten im Handel in Österreich sind weiblich, im Einzelhandel liegt der Frauenanteil noch etwas höher. Zudem arbeiten viele Frauen Teilzeit. 

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