Politik

Bekommt die Hofburg eine "Fürst Lady"?

Wird sie FPÖ-Hofburgkandidatin oder nicht? Susanne Fürst gilt als aussichtsreichste Anwärterin. Im „Heute“-Talk legt sie sich aber noch nicht fest.
Robert Zwickelsdorfer
02.06.2022, 17:25

„Wenn sie will, kann sie antreten.“ Diesen Satz hört man öfter, wenn man mit FPÖ-Funktionären über die Hofburg-Wahl und Susanne Fürst spricht. Die 53-jährige Juristin sitzt seit 2017 für die FPÖ im Nationalrat, gilt als überzeugte Vertreterin der Linie von Parteichef Kickl. Ob der sie schon gefragt hat? „Die Frage der Kandidatur ist ein offener Diskussionsprozess in der Partei, der Ausgang ist noch offen“, lässt sich Fürst im „Heute“-Gespräch nicht in die Karten blicken.

Familie als Schlüsselfaktor

Nicht kommentieren will sie, ob sie eine Kandidatur reizen würde. Nur soviel: „Es ehrt mich, dass Herbert Kickl in dieser Frage offenbar auch mich mitbedenkt.“ Auch dass ihr Parteikollegen die Kandidatur zutrauen, nimmt sie als Kompliment. Natürlich spiele die Familie (Fürst ist verheiratet, hat zwei Söhne im Teenager-Alter) im Diskussionsprozess eine Rolle. „Immerhin ist es eine große Aufgabe, so im Blickfeld der Öffentlichkeit zu stehen.“

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"Braucht Gegenmodell zu Van der Bellen"

Und was sagt Fürst zum möglichen Duell jüngere Frau gegen älteren Herren? „Die Parteistrategie ist nicht das, was ich mir überlege. Ich unterstütze aber die Linie, wen aufzustellen. Es braucht ein Gegenmodell zu Amtsinhaber Van der Bellen.“

Ob das Geheimnis um die FPÖ-Kandidatur schon beim Parteivorstand am kommenden Dienstag gelüftet wird, ist offen. Einige in der Partei hoffen auf rasche Klarheit. Ein anderer sagt: „Eilig haben wir’s nicht.“