Wüsten-Walze im Anrollen

"Möglichst drinnen bleiben" – heftige Ansage für Wien

Saharastaub zieht nach Österreich und kann die Pollenbelastung verschärfen. Besonders Allergiker in Wien und im Osten müssen nun aufpassen.
Wetter Heute
26.08.2026, 20:06
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Auf Österreich kommt eine unangenehme Wetter-Mischung zu: Saharastaub, Feinstaub, Hitze – und dazu eine ohnehin heikle Phase für Pollen-Allergiker. Besonders Menschen, die auf Beifuß oder Ragweed reagieren, müssen sich am Donnerstag und Freitag auf eine erhöhte Belastung einstellen.

Grund ist eine südwestliche Höhenströmung. Während sich ein Tiefdruckgebiet in Richtung Biskaya bewegt, baut sich über Nordafrika ein Hochdruckgebiet auf. Dadurch wird zunehmend Saharastaub nach Mittel-, Süd- und Südosteuropa transportiert. Die höchsten Konzentrationen werden in Italien erwartet, doch auch Österreich bekommt etwas davon ab.

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Besonders am Freitag kann der Staub die Sonne dämpfen. Der Himmel wirkt dann teils diesig, das Licht kann "fahl" und "milchig" erscheinen. Für viele ist das vor allem ein Wetterphänomen – für Allergiker kann es aber deutlich unangenehmer werden.

Polleninformation.at schreibt unter Berufung auf GeoSphere Austria: "Dies wird die Symptome für Beifuß- und Ragweedallergiker deutlich verschärfen." Der Saharastaub bringt also nicht nur trübes Licht, sondern kann gemeinsam mit der aktuellen Pollenlage zur zusätzlichen Belastung werden.

Besonders heikel wird die Lage in Wien und im Osten Österreichs. Durch Luftströmungen aus Südost sollen die Belastungen durch Ragweed vor allem in den Nachtstunden stark ansteigen. Gerade Ragweed gilt für viele Allergiker als besonders problematisch, zudem läuft derzeit auch die Beifuß-Saison.

„Wenn du auf Pollenbelastung oder Feinstaub empfindlich reagierst, empfehlen wir, am Donnerstag und Freitag möglichst drinnen zu bleiben und deine Notfallmedikation bereit zu halten.“
Polleninformation.at

Dazu kommt die Hitze. Am Donnerstag wird es bereits hochsommerlich, am Freitag sind regional bis zu 35 Grad möglich. Die warme Luft, der Staub und die Pollen ergeben damit eine ungünstige Kombination.

Empfindlichen Personen wird geraten, am Donnerstag und Freitag möglichst Innenräume aufzusuchen. Wer auf Pollenbelastung oder Feinstaub empfindlich reagiert, sollte außerdem ärztlich verordnete Notfallmedikation griffbereit halten.

Die UBIMET-Prognose im Detail

Der Donnerstag zeigt sich laut Meteorologe Andreas Demel von seiner hochsommerlichen Seite, die meiste Zeit des Tages scheint die Sonne. Allerdings wird diese durch ausgedehnte Schleierwolken vor allem im Westen etwas diesig eingetrübt. Am Alpenhauptkamm zeigen sich etwas kompaktere Wolken. Die Schauer- und Gewitterneigung ist aber selbst dort gering. Im Osten weht mäßiger Südostwind, in den Nordalpen wird es zunehmend föhnig. Die Temperaturen klettern auf 27 bis 32 Grad.

Am Freitag scheint bei ausgedehnten Schleierwolken noch häufig die Sonne, lediglich in Vorarlberg und am Alpenhauptkamm ziehen von der Früh weg dichte Wolken mit Regenschauern und Gewittern durch. Im Tagesverlauf breiten sich diese unter Verstärkung samt Unwettergefahr aus, bis zum Abend noch meist trocken bleibt es von Unterkärnten bis ins Weinviertel. Zunächst weht in den Nordalpen starker Südföhn, mit den Gewittern frischt stürmischer Westwind auf. Von West nach Ost werden 25 bis 35 Grad erreicht.

Der Samstag startet bewölkt und gebietsweise nass, im Süden auch noch vereinzelt gewittrig. Im Tagesverlauf trocknet es rasch ab und es stellt sich ein Sonne-Wolken-Mix ein, nur im zentralen Bergland bleibt es unbeständig mit einzelnen Schauern. Im Donauraum und im Osten weht der Wind zunächst lebhaft aus West bis Nordwest, lässt aber im Tagesverlauf nach. Von West nach Ost liegen die Höchstwerte zwischen 21 und 30 Grad.

Am Sonntag wechseln sich Sonne und Wolken ab. Anfangs zieht im Osten noch vereinzelt ein Schauer durch, sonst bleibt es bereits trocken. Im Tagesverlauf steigt im zentralen Bergland die Schauerneigung leicht an, sonst überwiegt der freundliche Wettercharakter. Der Wind weht aus westlichen Richtungen und dabei nur schwach bis mäßig. Die Höchstwerte liegen zwischen 23 und 33 Grad.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.08.2026, 20:19, 26.08.2026, 20:06