Argentinien hat es mit einer echten Kampfleistung ins WM-Finale geschafft. Der Titelverteidiger setzte sich nach einer denkwürdigen Aufholjagd in den letzten Spielminuten gegen die "Three Lions" durch. Enzo Fernandez (85.) und Lautaro Martinez (92.) drehten die Führung der Engländer durch Anthony Gordon (55.). England wankte in der Schlussphase bedenklich. Die Defensiv-Taktik von Coach Thomas Tuchel ging nicht auf.
Zu Beginn des Spiels hatte die Härte dominiert, die Argentinier versuchten merklich, England den Schneid abzukaufen, die "Three Lions" hielten aber dagegen. So gab es in Halbzeit eins gleich 19 Fouls, allerdings in der ersten halben Stunde keinen Torschuss.
Schon in der vierten Spielminute waren Argentiniens Superstar Lionel Messi und England-Kicker Jude Bellingham aneinander geraten. Die beiden hatten sich wild gestikulierend etwas zugerufen. Auf den TV-Bildern war ersichtlich, wie sich Messi dann demonstrativ von seinem Gegenspieler wegdrehte, zuvor das Gesicht verzog. "Wir haben über ein Foul diskutiert. Da war nichts Schlimmes", meinte Bellingham nun auf die Szene mit dem achtmaligen Weltfußballer angesprochen.
Man könne daraus freilich "eine große Geschichte" machen, sagte Bellingham, um aber gleich hinterherzuschieben: "Aber es war wirklich nichts."
Danach gab Bellingham auch einen Einblick in die Konversation mit Messi. "Ich fand, dass es vorher ein Foul war. Er sagte: ,Und was ist mit dem Foul an mir?' Ich habe geantwortet: ,Du bist doch stark genug, um das wegzustecken'", schilderte Bellingham das Gespräch.
Trotzdem werde dem Real-Star das Spiel in Erinnerung bleiben, wie Bellingham dann versöhnlich schloss. "Ich bin zwar auf der Verliererseite. Aber gegen ihn aufzulaufen, war etwas Besonderes."