Belvedere: Protest gegen "Gastro-Monster"

Nach 18 Jahren soll das "Belvederestöckl" wieder öffnen. Anrainer machen dagegen mobil. Sie fürchten Lärm und Parkplatznot.

18 Jahre war das "Belvederestöckl" in der Prinz-Eugen-Straße 25 (Landstraße) geschlossen. Im Sommer 2018 will Walter Welledits das Lokal "aus dem Dornröschenschlaf holen", so der "Salmbräu"-Inhaber. 560 Gästen (280 drinnen, 280 draußen) soll das "Stöckl im Park" Platz bieten. Die Baugenehmigung ist erteilt, der Vertrag mit der Familienstiftung Schwarzenberg verbiete laut Welledits, dass Anrainer durch "Bahö" gestört würden.

Denen schlägt das geplante "Gastro-Monster" aber dennoch gehörig auf den Magen. Sie befürchten "Lärm- und Geruchsbelästigung, Parkplatznot und Bus-Touristen", so Hellmut Schneider von der Initiative "Nein zum permanenten Oktoberfest beim Belvedere".

Gegner fürchtet um Schwarzenbergpark

"Als Verkehrserreger ersten Ranges wird dieses Wahnsinns-Projekt die ganze Nachbarschaft bis hinunter zum Schwarzenbergplatz und hinauf zum Gürtel massiv beeinträchtigen", so Schneider. Er fürchtet auch um den Tier- und Baumbestand im Schwarzenbergpark.

Welledits versteht die Aufregung nicht: "Sämtliche Schall- und Luftgutachten sind positiv. Wir rücken mit dem Gebäude sogar freiwillig ein paar Meter zurück und lassen Bäume, die zum Fällen freigegeben wurden, stehen." Er könne leider nicht verhindern, "dass mir jemand den Krieg erklärt", so der Gastronom.

Wiedens Bezirkschef Leopold Plasch (SPÖ) will ein Verkehrsgutachten erstellen lassen, bei Bedarf die Anrainerparkplätze ausweiten. Trotzdem: Am Montag um 18 Uhr laden die Gastro-Gegner zur Info-Veranstaltung in den Pfarrsaal St. Elisabeth.

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