Berlin-Attentäter soll Mitwisser gehabt haben

19. Dezember 2016: Der Tunesier Anis Amri verübte einen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt. Er rast durch die Menschenmenge, tötet zwölf Menschen und verletzt 48 Verletzte weitere. Er selbst wird später in Mailand erschossen.
19. Dezember 2016: Der Tunesier Anis Amri verübte einen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt. Er rast durch die Menschenmenge, tötet zwölf Menschen und verletzt 48 Verletzte weitere. Er selbst wird später in Mailand erschossen.Bild: Reuters
Der Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri soll neuesten Erkenntnissen zufolge nicht alleine gehandelt haben. Es gab offenbar einen Mitwisser.

Bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, bei dem am 19. Dezember 2016 12 Personen getötet und Dutzende verletzt wurden, soll der Attentäter Anis Amri doch einen Komplizen gehabt haben. Das soll der Chef des Berliner LKA dem Untersuchungsausschuss gesagt haben.

Mehrere deutsche Medien (RBB, "Berliner Morgenpost" und das ARD-Politikmagazin "Kontraste") berichten am Dienstag unter Berufung auf eine nicht-öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus davon. Demnach habe Amri seinen Bekannten Feysal H. über das geplante Attentat informiert.

War Tragödie verhinderbar?

Der LKA-Chef soll den Berichten zufolge erklärt haben, dass er drei Vertrauenspersonen eingesetzt hatte, die zum Attentäter Kontakt hatten. Einer der Informanten habe von Feysal H. erfahren, dass er in Amris Pläne eingeweiht war. Dem Bericht nach erfuhr der Informant allerdings erst nach dem Anschlag davon. Die entsprechenden Informationen seien dann an Mitarbeiter der Anti-Terroreinheit weitergegeben worden.

Unklar ist allerdings, wann Feysal H. vom Anschlagsplan erfahren hat und wann er das tatsächlich dem Informanten verraten hat. Das LKA versichert jedenfalls, von alledem erst nach dem Attentat erfahren zu haben. Dennoch werfen die neuen Erkenntnisse unweigerlich die Frage auf, ob das Attentat nicht doch verhindert hätte werden können.

Bei dem Mitwisser Feysal H. soll es sich um eine amtsbekannte Person handeln, die bei den Behörden als Gefährder eingestuft sei. Den Berichten zufolge soll es sich um einen wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung vorbestraften Mann handeln.

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(red)

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