Berühmte Mäh-Schafe von Donauinsel suchen Gnadenplätze

Die Schafe wurden jetzt an private Halter und Gnadenhöfe vermittelt.
Die Schafe wurden jetzt an private Halter und Gnadenhöfe vermittelt.WUK bio.schafe
Trauriges Ende! Die originalen Donauinsel-Schafe müssen jetzt auf Gnadenplätze vermittelt werden. Das Projekt wird aus Wirtschafts-Gründen beendet.

Sie waren eine Erfolgsgeschichte für Nachhaltigkeit, die Groß und Klein gefiel: Seit 2019 määh-ten die Krainer Steinschafe im Rahmen des Langzeitarbeitslosen-Sozialprojekts "WUK bio.schafe" vom Verein "WUK Bildung und Beratung" die Wiesen der Donauinsel.

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Acht Hektar Wiese gemääht

Von Mai bis November grasten sie rund acht Hektar Wiesenflächen ab, den Winter verbrachten die Vierbeiner in Lassee im Weinviertel.

2022 wurde der "Job" als Rasenmäher auf der Donauinsel dann neu ausgeschrieben, das Projekt "WUK bio.schafe" war nicht Bestbieter – somit wurden nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Vierbeiner arbeitslos – mehr dazu hier.

Vorerst versuchte man, das Projekt am Leben zu halten, suchte andere Weideflächen und Mieter, unter anderem die Autobahn-Gesellschaft "Bonaventura", die die Tiere im Sommer noch rund um die A5 im Weinviertel einsetzte – "Heute" berichtete hier

"Projekt zeitnah beenden"

Im September kam schließlich die niederschmetternde Erkenntnis: Es geht sich finanziell einfach nicht aus. "Unglaublich viele Menschen haben uns bei der Suche nach neuen Weideflächen geholfen. Und doch müssen wir nun zur Kenntnis nehmen, dass eine verantwortungsvolle Weiterführung des Projekts unter den Bedingungen des freien Markts und ohne entsprechende Aufträge der öffentlichen Hand nicht möglich ist", hieß es damals seitens des Vereins.

Bis Ende der Saison würden die Verträge mit Mietern der Schafe noch laufen, dann müsse man das Projekt beenden. "Wir bedauern, dass wir diesen Schritt aus wirtschaftlichen Gründen setzen müssen. Wir sind aber überzeugt, dass wir mit dem Projekt Impulsgeber waren und sind und dass die naturnahe Beweidung mit Schafen eine zunehmend größere Rolle spielen wird. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass bei der Vergabe öffentlicher Aufträge soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt werden", so die Projekt-Leiter.

Nun – zu Saisonende im November – wurden für die Krainer Steinschafe hastig Plätze gesucht – auf Gnadenhöfen oder auch bei privaten Haltern. Mit Erfolg: Auch die letzten 80 Vierbeiner, die nicht auf der Schlachtbank landen sollten, wurden jetzt vermittelt.

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