Wer seinen Urlaub in Kärnten plant und vorab auf Google Maps oder Google Earth schaut, reibt sich oft die Augen: Statt türkisblauem Wasser erscheinen der Ossiacher See und der Faaker See in der Satellitenansicht grau-weiß - fast so, als wären sie zugefroren.
In der Region sorgt das immer wieder für Irritationen. Gäste sprechen Gastgeber darauf an, weil die Bilder nicht zur Realität passen.
"Es rufen uns Gastgeber an und die sagen, unsere Gäste haben das gesehen und die sagen, Mensch, der Faaker See ist auch viel schöner oder auch der Ossiacher See ist viel schöner und bitte kümmert euch darum. Wir haben keine Gäste deswegen verloren, aber wir sind Perfektionisten und wollen natürlich gerne haben, dass das in Ordnung ist", erklärt Georg Overs von der Tourismusregion Villach gegenüber "ORF Kärnten".
Um das Problem zu lösen, wurde sogar direkt Kontakt mit Google aufgenommen. Overs wandte sich in einem Schreiben an die Österreich-Chefin des Unternehmens - mit einem Augenzwinkern. Gleichzeitig lud er sie zu einer Heißluftballonfahrt über die Seen ein, damit sie sich selbst ein Bild vom tatsächlichen Farbenspiel im Sommer machen kann, heißt es in dem Bericht.
Eine Reaktion des Tech-Konzerns steht bisher aus. Laut einer Sprecherin handelt es sich bei den Kartenbildern um ein "Mosaik verschiedener Aufnahmen" aus unterschiedlichen Jahreszeiten und von verschiedenen Anbietern, berichtet "ORF Kärnten".
Da sich Landschaften nur langsam verändern, werden solche Aufnahmen oft nur alle paar Jahre aktualisiert. Das bedeutet: Die ungewöhnlich grauen Seen könnten Nutzer noch länger auf den Karten begleiten.
In echt zeigen sich die Kärntner Seen jedenfalls weiter von ihrer schönsten Seite - nur online hinkt das Bild noch hinterher.