"Aktuell sehen wir ein Land in Beton gegossen"

"Heute"-Chefredakteur Christian Nusser kommentiert die aktuelle Polit-Wetterlage.
"Heute"-Chefredakteur Christian Nusser kommentiert die aktuelle Polit-Wetterlage.Bild: Kein Anbieter/picturedesk.com, Sabine Hertel, Montage
Ein Kommentar von "Heute"-Chefredakteur Christian Nusser zur aktuellen Polit-Wetterlage.
Jetzt ist schon wieder nix passiert. Gar nix. Tote Hose.Wir schauen in den Rückspiegel: Ab Mai 2017 baute Sebastian Kurz die Klapperkiste ÖVP zum Geilomobil um. Plötzlich wollten 33 % und nicht mehr 19 % mitfahren, man zog vorbei an FPÖ und SPÖ, die in der Box stand, Reifen wechselte und stehen blieb.

"Ein Land in Beton gegossen"


22 Monate später? Ein Land in Beton gegossen. Umfragesäulen wie monolithische Blöcke, unverrückbar. Verfestigte Meinungen prallen aufeinander, jedes Thema sofort eine Glaubensfrage, entscheidend ist nicht, was vernünftig erscheint, sondern was der eigenen Neigungsgruppe nützen könnte. Stillstand – nicht bei Reformen, sondern bei den nötigen Debatten darüber. Leider!

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"Ein Regierungschef als One-Man-Show"


An der Spitze ein Regierungschef als One-Man-Show. Mit Werten wie dereinst Gott Kreisky, angebetet von den Seinen wie ein Sektenführer, bestaunt wie Jesus nach der Auferstehung. Daneben (dahinter? davor?) der blaue Partner, Jesusschlapfen gegen Feuerschuhe getauscht für einen Law-and-Order-Zwischenspurt raus aus dem türkisen Schatten hin ins Licht, auch für die EU-Wahl.

Und die SPÖ? Fährt sie einen Linkskurs, ist Rendi-Wagner die richtige Wahl. Will sie Wähler von der FP zurückgewinnen, braucht sie Doskozil. Politik ist manchmal recht einfach.

Lesen Sie dazu: Kurz fliegt allen davon, Grüne wiedergeboren >>>

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