Ansturm auf PCR-Tests lässt System kollabieren

Die hohen Infektionszahlen stellen die Test-Labors vor fast unlösbare Herausforderungen.
Die hohen Infektionszahlen stellen die Test-Labors vor fast unlösbare Herausforderungen.Alessandra Schellnegger / SZ-Photo / picturedesk.com
Das PCR-Testsystem in Österreich stößt an seine Grenzen. Ein Betroffener aus Kärnten musste 92 Stunden auf sein Ergebnis warten.

Die Corona-Lage in Österreich bleibt äußerst angespannt. Bei den PCR-Tests kommt es in den meisten Bundesländern zu Engpässen. Wie ein Ehepaar aus Wolfsberg im "Ö1-Morgenjournal" berichtet, beträgt die Wartezeit auf das Ergebnis fast vier Tage. "Meine Gattin erhielt die Nachricht nach 70, ich erst nach 92 Stunden", so der Mann.

In Kärnten droht das System zusammenzubrechen, da es nicht genug Testkits gibt. Das Biotechnologieunternehmen Novogenia, das PCR-Tests für mehrere Bundesländer auswertet, sei am Limit, erzählt Geschäftsführer Daniel Wallersdorfer.

Erkrankte Personen sollen nicht mehr gurgeln

Er rät dazu, dass Personen die bestätigt erkrankt sind, nicht mehr gurgeln sollen. "Wir stoßen deshalb an die Kapazitäten, weil die Erkrankten es als Fiebermessen benutzen und alle zwei Tage testen", so Wallersdorfer. Er fordert die Regierung dazu auf, wieder Antigentests zur Verfügung zu stellen.

In Wien läuft es hingegen vergleichsweise gut. Hier werden 230.000 PCR-Tests pro Tag ausgewertet, 170.000 davon über "Alles Gurgelt". Das Unternehmen Lifebrain verspricht das Ergebnis innerhalb von 24 Stunden.

Nur vereinzelt kommt es auch hier zu Engpässen. Eine Wienerin hatte etwa Freitagmittag den Test gemacht, das Ergebnis kam dann erst Sonntagvormittag. "Im Endeffekt war mein Test dann nur zwei Stunden gültig", erzählt die Betroffene.

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