Oberösterreich

Betrüger nahmen Pensionistin am Telefon 80.000 Euro ab

Eine 80-jährige Pensionistin hat 80.000 Euro an Betrüger verloren. Diese gaben sich als Polizisten aus, die das Vermögen der Frau schützen wollen.

Die Betrüger gaben sich am Telefon als Polizisten aus.
Die Betrüger gaben sich am Telefon als Polizisten aus.
Bild: iStock

Die Polizei warnt vor einer neuen Betrüger-Masche. Die mutmaßlichen Täter suchen sich zumeist gezielt ältere Menschen aus. Am Telefon geben sie sich dann als Polizisten aus.

Der Anrufer, für ihn gilt die Unschuldsvermutung, warnt die Opfer vor Diebesbanden, die gerade ihr Unwesen in der Gegend treiben und immer wieder Einbrüche begehen würden. Ihr Vermögen sei deshalb Zuhause nicht mehr sicher und solle einem Beamten zur sicheren Verwahrung übergeben werden, mahnen die Betrüger.

Erst vergangenen Freitag ist eine 80-jährige Pensionistin aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung auf diesen Trick hereingefallen. Sie telefonierte über eine Stunde lang mit dem falschen Polizisten.

Schließlich glaubte sie ihm und stimmte zu, ihre Ersparnisse einem Kurier zu übergeben. Dieser läutete wenig später bei der Frau. Sie händigte ihm Vermögenswerte in der Höhe von 80.000 Euro aus. Die Ermittlungen laufen.

Die Polizei gibt nun Tipps im Umgang mit vermeintlichen Betrügern:

1
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
2
Wenn am Telefon Geld gefordert wird, beenden Sie das Gespräch unverzüglich. 
3
Übergeben Sie fremden Personen niemals Wertgegenstände.
4
Verständigen Sie die nächste Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.

Die jüngere Generation ersucht die Polizei, ihre älteren Familienmitglieder über die Betrüger-Maschen aufzuklären und sie davor zu warnen. Dabei gelte: Jede Geldforderung am Telefon ist höchstwahrscheinlich Betrug.

Ehepaar verliert hunderttausende Euro an Betrüger

Erst kürzlich hat ein Ehepaar aus der Steiermark hunderttausende Euro an Betrüger verloren. Die Eheleute tätigten, im Glauben mit einer Investmentfirma in Kontakt zu stehen, von April bis September mehrere Überweisungen auf verschiedene deutsche Bankkonten.

Als eine angekündigte Auszahlung und die diesbezügliche Überweisung im Oktober 2022 nicht erfolgte, versuchten die Steirer wieder Kontakt mit der Firma aufzunehmen.

Doch als das Senioren-Paar (87, 81) sowohl über die bekannten E-Mail-Konten als auch telefonisch von der angeblichen Investmentfirma niemand mehr erreichen konnten, dämmerte ihnen, dass sie den Vorspiegelungen von Betrügern aufgesessen waren. "Heute" berichtete.

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