Der 2016 gegründete Verein "Kultur.Sommer.Semmering" soll im Fokus von Betrugsermittlungen stehen (es gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung). Die investigative Rechercheplattform "Fass ohne Boden" machte nach Sichtung zahlreicher Protokolle rund um die Vergabe von Subventionen an den Kulturverein jetzt eine Sachverhaltsdarstellung an die Justiz.
Worum geht es? Summen im sechsstelligen Eurobereich sollen zumindest über vier Jahre vom Land NÖ an den Verein geflossen sein, um ein Kulturprogramm im berühmten Kurort auf die Beine zu stellen, ebenso wie Beiträge von Sponsoren und "Förderern". Was dann mit dem Geld passierte, ist laut "Fass ohne Boden" aber unklar.
Der Verdacht: Der Obmann sowie seine Stellvertreterin könnten es in die eigene Tasche gesteckt haben. Intransparent sei jedenfalls das Konstrukt aus zwei Vereinen und einem Unternehmen mit Sitz in Liechtenstein, das die beiden über die Jahre aufgebaut haben.
Konkret geht es in dem Verfahren um einen Betrag von 65.000 Euro in Form einer Infrastrukturförderung. Die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt, die für das Gebiet zuständig ist, trat den Fall an die Staatsanwaltschaft Wien ab. Sie ermittelt nun wegen Betrugs.