Bewaffneter Geiselnehmer in deutschem Kino erschossen

Großalarm in der südhessischen Stadt Viernheim. In dem beliebten Kino "Kinopolis" hatte ein Mann nach ersten Informationen um sich geschossen, nachdem er maskiert und bewaffnet das Gebäude gestürmt hatte. Es soll Dutzende Verletzte geben, der Täter hatte sich im Kino verschanzt. Der Täter wurde vom deutschen Sondereinsatzkommando erschossen.

Großeinsatz in der südhessischen Stadt Viernheim. Ein maskierter Bewaffneter stürmte am Donnerstag um 15 Uhr das beliebte Kino "Kinopolis". Augenzeugen, die von Schüssen berichteten, alarmierten die Polizei. Der Täter verschanzte sich schließlich mit Geiseln in einem Kinosaal. Als die Polizei das Gebäude stürmte, wurde der Mann erschossen.

Gegen 15 Uhr stürmte der Maskierte das Kino. Der verwirrt wirkende Mann schoss daraufhin vier Mal um sich. Zuerst befürchtete Verletzte gab es letztlich aber nicht. Die Polizei hatte die Umgebung abgeriegelt, der Täter verschanzte sich in der Zwischenzeit mit 15 Geiseln, darunter einige Kinder, und einer nicht näher gelangten Langwaffe in einem Kinosaal. Unklarheit herrschte über das Motiv - ein missglückter Raubüberfall käme ebenso in Frage wie eine politisch oder ideologisch motivierte Tat.

Mit Langwaffe ausgerüstet

Auch über die Identität des Täters und seine genaue Bewaffnung herrschte Rätselraten. Aufgrund von Augenzeugen, die über die Geschehnisse und Schüsse berichteten, wurde davon ausgegangen, dass der Mann nicht mit Schnellfeuerwaffen ausgerüstet ist - oder zumindest nicht eingesetzt wurden. Augenzeugen sprachen von einigen Schüssen, die abgegeben wurden - die Polizei bestätigte dies nicht.Der Angreifer habe eine Patronengurt getragen und sei mit einer Langwaffe ausgerüstet gewesen.

Das Innenministerium bestätigte schließlich, dass der Mann bei der Erstürmung des Kinos erschossen wurde. Das Sondereinsatzkommando "SEK" habe ihn mit Geiseln in einem Kinosaal angetroffen und ihn "final bekämpft". Der Täter habe die Polizei in eine Bedrohungslage gebracht, woraufhin die Polizisten gezwungen gewesen seien zu schießen. Die Beamten durchsuchten das Gebäude auch nach Sprengstoffspuren, die Suche blieb aber negativ. Ein Terrorhintergrund ist laut Innenministerium unwahrscheinlich. 

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