Bewaffneter Jäger trug tote Ente in U-Bahn spazieren

Einen nicht alltäglichen Fahrgast haben Passagiere der U1 Samstagnacht zu Gesicht bekommen. Der augenscheinliche Jäger trug seine Beute - eine tote Ente - offen zu Schau.

Einen nicht alltäglichen Fahrgast haben Passagiere der U1 Samstagnacht zu Gesicht bekommen. Der augenscheinliche Jäger trug seine Beute - eine tote Ente - offen zu Schau, am Rücken hatte er ein Gewehr geschultert. 

"Als meine Familie und ich am Samstag um 23.20 Uhr mit der U1 Richtung Leopoldau fuhren, sahen wir in unserem U-Bahnwaggon einen mit (vermutlich) Jagdgewehr bewaffneten Mann, in Begleitung eines Hundes ohne Beißkorb, sowie in der Hand eine toten Ente, die er offen am Hals gepackt trug", ließ uns der verwunderte Leserreporter wissen.

Auf Nachfrage von "Heute.at" hieß es von den Wiener Linien: "Prinzipiell dürfen Passagiere, außer Organe der Polizei, keine geladene Waffe mit sich führen. Es ist ebenso verboten eine Waffe offensichtlich zu tragen. Ob das hier der Fall ist, ist schwer zu sagen."

Die Öffis appellieren weiters an die Bevölkerung: "Wenn Sie sich unwohl fühlen, nehmen Sie mit dem Fahrer oder der Leitstelle Kontakt auf. Lieber zehnmal zu viel, als einmal zu wenig."

Jagdaufseher darf Waffe mitführen

Besitzt man einen Waffenpass, ist in Österreich das Mitführen einer Waffe prinzipiell erlaubt. Hierfür muss allerdings nachgewiesen werden, dass man einer "entsprechenden Gefahr" ausgesetzt ist, was bei einem Jagdaufseher der Fall wäre, wie die Polizei auf Anfrage von "Heute.at" bestätigt.

"Einfache" Jäger haben den Waffenpass, der allerdings nicht zum "Führen" einer Waffe (bei-sich-tragen) ermächtigt. 

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