Bewaffneter Mob wollte Asylheim in Schweden stürmen

In Schweden ist ein bewaffneter Großangriff auf ein Flüchtlingsheim von der Polizei verhindert worden. Unbekannte wollten eine Asylunterkunft in Nynashamn mit Äxten, Messern und Eisenstangen bewaffnet stürmen. Die Polizei bekam einen Tipp und konnte den Angriff verhindern, 14 Personen wurden festgenommen. In Deutschland fackelten Fremdenfeinde in der Nähe von Salzwedel ein Gebäude ab, das sie für eine Asylunterkunft hielten - tatsächlich legten sie ein Wohnhaus in Schutt und Asche.

Bei der Polizeiaktion in Schweden sei der Plan der Angreifer gewesen, einen Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft durchzuführen, gaben die Ermittler bekannt. Laut der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" hatten alle Festgenommenen ausländische Pässe bei sich, der Großteil der Verdächtigen stamme aus Polen. Bereits im Jänner hatten Neonazis bei einer Versammlung mit Flugblättern zu Anschlägen auf junge Flüchtlinge aufgerufen.

Auch in Deutschland kam es zu einem Vorfall durch Fremdenhasser. In der Nähe von Salzwedel beschmierten sie erst ein Gebäude, das sie für eine Asylunterkunft hielten, mit rassistischen Parolen. Dann brachen sie in das Haus, das gerade saniert wurde, ein, und legten Feuer. Die Flammen zerstörten das Haus fast komplett, es ist nun unbewohnbar, die Feuerwehr stand drei Stunden lang im Einsatz. Der Schaden beträgt rund 100.000 Euro. Detail am Rande: Das Haus war keine geplante Asylunterkunft, sondern ein frisch saniertes Wohnhaus, in dem demnächst die Mieter einziehen hätten sollen.

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