Wien

Bezirksvorsteher half bei Geburt im Rettungsauto

Die kleine Aisha hatte es eilig: Mit Bauschmerzen suchte Mariama J. Hilfe in der Döblinger Bezirksvorstehung – kurz darauf war das Kind auf der Welt.
Yvonne Mresch
14.07.2022, 13:25
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"Das war ein Sommermärchen", lacht Döblings Bezirksvorsteher Daniel Resch. Was kürzlich vor den Räumlichkeiten der Bezirksvorstehung passierte, kann er noch immer kaum glauben. Mariama J. war auf dem Weg zu einem Termin, als sie in der Nähe des Gebäudes plötzlich starke Bauchschmerzen bekam. Die Döblingerin wandte sich Hilfe suchend an die Mitarbeiter der Bezirksvorstehung.

Bezirksvorsteher rief die Rettung

"Ich habe zuerst gar nicht daran gedacht, dass es sich bereits um Wehen handeln könnte", erzählt die junge Mama. Die Mitarbeiter kümmerten sich um die junge Frau, als auch Bezirkschef Daniel Resch plötzlich in den Vorraum kam. "Mir war klar, dass es Wehen sein müssen und ich habe umgehend die Rettung gerufen", so Resch im "Heute"-Gespräch.

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Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte befolgte das Team vor Ort die telefonischen Anweisungen der Sanitäter. "Ich habe meine Couch in den Vorraum geschoben, bin dann aber nach draußen gegangen und habe die Sanitäter eingewiesen, um die Privatsphäre der Dame zu wahren. Meine Sekretärinnen haben sich währenddessen rührend um sie gekümmert", erzählt Resch.

Aisha erblickte im Rettungswagen das Licht der Welt

Die Johanniter schafften es zwar noch rechtzeitig zum Einsatzort und brachten Mariama J. in den Rettungswagen – doch für die Fahrt ins Krankenhaus blieb keine Zeit mehr. Die kleine Aisha erblickte kurz darauf im geparkten Fahrzeug das Licht der Welt. Mutter und Kind sind wohlauf und überglücklich – so auch der Bezirkschef: "Ich habe nur gedacht: Heute wird nichts mehr kommen, das dieses Erlebnis toppen könnte", lacht er.

Drei Wochen später lud Resch die Mutter zu einem Treffen mit den Geburtshelfern ein. Für die kleine Aisha gab es einen Babybody, die beiden Brüder erhielten eine Lunchbox für die Schuljause. "Das Team hat vollen Einsatz gezeigt und die junge Frau bestmöglich betreut. Es macht mich stolz, so engagierte und hilfsbereite Kolleginnen um mich zu wissen. Als die Johanniter eingetroffen sind, war ich dennoch sehr erleichtert – die Profis haben übernommen. Danke für die rasche und professionelle Unterstützung", so Resch.

Auch für die Sanitäter war der Einsatz etwas Besonderes: "Eine Geburt erlebt man auch als Sanitäter nicht alle Tage. Das ist schon eine besondere Erfahrung", so Patrick Tuma und Timo Müllner.

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