Weltraumvision

Amazon-Gründer Bezos will Industrien ins All verlagern

Jeff Bezos will umweltbelastende Industrien ins All verlagern, um die Erde in ihren vorindustriellen Zustand zurückzuführen.
Newsdesk Heute
17.06.2026, 15:47
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Amazon-Gründer Jeff Bezos hat große Pläne: Er will die Erde wieder so sauber machen wie vor der industriellen Revolution. Dafür will er umweltbelastende Industrien ins All verlagern. "Wenn die Raumfahrt zuverlässig und kostengünstig genug wird und wir unsere Rohstoffe von Asteroiden und erdnahen Objekten sowie dem Mond beziehen können, dann lässt sich dieser Gartenplanet wieder in seinen Zustand vor der industriellen Revolution zurückversetzen", sagte Bezos am Mittwoch auf der Messe Vivatech in Paris.

"Unsere langfristige Vision, unser Traum, ist es, dass alle umweltbelastenden Industrien weit entfernt von der Erde angesiedelt werden können", erklärte er weiter. Bezos ist einer der Gründer vom Raumfahrtunternehmen Blue Origin. Die Leitung von Amazon hat er schon 2021 abgegeben.

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Laut Bezos gibt es nur einen Bereich, in dem es der Erde heute schlechter geht als vor 500 Jahren: die Umweltzerstörung. "Das Einzige, worin die Welt heute schlechter dasteht als vor 500 Jahren", ist laut ihm die Umwelt. Alles andere sei besser geworden – etwa Analphabetismus, Kindersterblichkeit und Armut.

Das nächste große Ziel von Blue Origin ist der Mond. "Dieses Mal fliegen wir zum Mond, um dort zu bleiben", sagte Bezos. In den Kratern bei den Mondpolen, wo es immer finster ist, gebe es Kaltwasser. "Und dieses kann durch Elektrolyse in flüssigen Sauerstoff und flüssigen Wasserstoff umgewandelt werden." Irgendwann, so Bezos, "werden wir vor Ort gefundene Rohstoffe nutzen können, um unsere Mondlandefähre mit Treibstoff zu betanken".

Auch auf der Erde sieht Bezos große Chancen durch Künstliche Intelligenz. Sorgen, dass KI Arbeitsplätze vernichten könnte, teilt er nicht: "Ich glaube, dass die KI tatsächlich zu einem Arbeitskräftemangel führen wird, weil sie es den Menschen ermöglichen wird, noch mehr Probleme zu erkennen, die wir haben, und eine unendliche Vielfalt an Dingen zu erfinden." Der Mensch sei nicht durch seine Vorstellungskraft begrenzt, "sondern dadurch, was wir in der Realität tun können".

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