Die NASA-Sonde Psyche ist auf ihrer langen Reise zum gleichnamigen Metallasteroiden einen wichtigen Schritt weitergekommen. Bei einem Vorbeiflug am Roten Planeten hat die Raumsonde den Mars als kosmisches Sprungbrett genutzt.
In nur etwa 4600 Kilometer Entfernung flog Psyche am Mars vorbei. Dabei erhielt sie einen Schub von rund 1600 km/h - ganz ohne Treibstoff zu verbrauchen. Dieses sogenannte Swing-by-Manöver nutzt die Schwerkraft des Planeten.
Wie heise.de berichtet, hat die US-Weltraumagentur zum erfolgreichen Vorbeiflug auch zahlreiche Aufnahmen vom Roten Planeten veröffentlicht. Die Verantwortlichen nutzten das Manöver außerdem, um alle Instrumente an Bord zu überprüfen und für die Ankunft am Asteroiden Psyche zu üben.
Der Asteroid Psyche gilt als einer der größten metallreichen Himmelskörper in unserem Sonnensystem. Mit einem Durchmesser von etwa 230 Kilometern besteht er fast vollständig aus Eisen und Nickel - ähnlich wie der Erdkern.
Forscher vermuten, dass es sich bei dem Asteroiden um den übrig gebliebenen Kern eines ehemaligen Planeten handelt. Die Erforschung verspricht daher einzigartige Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten.
Die Sonde wurde am 13. Oktober 2023 gestartet und soll 2029 an ihrem Ziel ankommen. Dort wird Psyche den Asteroiden über 26 Monate lang untersuchen - eine Reise von insgesamt über 3,5 Milliarden Kilometern.