Die legendäre Raumsonde Voyager 1 ist seit fast 49 Jahren im All unterwegs und liefert noch immer wertvolle Daten aus dem interstellaren Raum. Doch jetzt wurde ein weiterer Rückschlag bekannt: Die NASA musste vorzeitig ein weiteres Messinstrument der betagten Sonde abschalten.
Der Grund ist ein unerwarteter Stromabfall. Nach einem Routine-Rollmanöver Ende Februar 2026 sank das Energieniveau der Sonde plötzlich drastisch ab. Um zu verhindern, dass ein eingebauter Notfallmechanismus auch essenzielle Systeme lahmlegt, musste schnell gehandelt werden.
Wie scinexx.de unter Berufung auf die NASA berichtet, wurde am 17. April das sogenannte LECP-Instrument (Low-Energy Charged Particles Experiment) abgeschaltet.
Dieses misst niederenergetische geladene Teilchen aus dem Sonnensystem und der galaktischen Umgebung. Voyager 1 hat damit nur noch zwei von ursprünglich zehn Messinstrumenten in Betrieb.
„Niemand mag es, ein wissenschaftliches Instrument abzuschalten, aber es war die beste Option“, erklärt Kareem Badaruddin, Leiter der Voyager-Mission am Jet Propulsion Laboratory. Die verbliebenen Instrumente messen weiterhin Plasmawellen und Magnetfelder aus einer Region, die noch nie ein menschengemachtes Objekt erkundet hat.
Die NASA gibt die Hoffnung aber noch nicht auf. Ein sogenanntes „Big Bang“-Energiesparprogramm soll im Mai und Juni 2026 zunächst bei Voyager 2 getestet werden. Funktioniert es, bekommt Voyager 1 im Juli das gleiche Update. Dann könnte sogar das abgeschaltete LECP-Instrument wieder aktiviert werden.