Bikram-Yoga: Millionenstrafe wegen sexueller Belästigung

Bikram Choudhury, "Erfinder" des weltweit auch bei Stars beliebten Bikram Yoga, muss knapp sieben Millionen Euro zahlen und es könnte noch viel mehr sein. Der Yogi dürfte sich an mehreren Frauen vergriffen haben. In einem ersten Urteil wird er wegen sexueller Belästigung und Mobbings belangt.
Bikram Choudhury, "Erfinder" des weltweit auch bei Stars beliebten  Bikram muss knapp sieben Millionen Euro zahlen und es könnte noch viel mehr sein. Der Yogi dürfte sich an mehreren Frauen vergriffen haben. In einem ersten Urteil wird er wegen sexueller Belästigung und Mobbings belangt. 

Das Geld bekommt Anwältin Minakshi Jafa-Bodden, eine ehemalige Mitarbeiterin von Bikram Choudhury. Gegen sie hat der 69-Jährige zwei Prozesse in zwei Tagen verloren. Am Montag bekam die ehemalige Chefin der Justizabteilung des Bikram-Imperiums knapp eine Million Euro Entschädigung, am Dienstag knapp sechs Millionen Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld. 

Rauswurf, weil sie Mund nicht halten wollte

Jafa-Bodden machte sich in ihrer Funktion als Justiz-Chefin von 2011 an zwei Jahre lang für Frauen stark, die angaben, bei der Arbeit im Unternehmen sexuell belästigt worden zu sein. Sie warf ihrem Ex-Chef vor, sie gemobbt und bedroht zu haben als sie sich weigerte, den Mund zu halten. Das sei auch der Grund gewesen, wieso sie schließlich hinausgeworfen wurde. 

Weitere Prozesse wegen Belästigung und Vergewaltigung

Auf Bikram Choudhury kommen schwere Zeiten zu. Gleich mehrere Prozesse gegen ihn sind im Laufen. Außer Jafa-Bodden haben ihn noch sechs andere Frauen wegen sexueller Belästigung verklagt. Fünf dieser sechs gaben an, von Choudhury auch vergewaltigt worden zu sein. Der Yogi dementiert das. 

Pleite trotz Luxusautos und weltweitem Erfolg

Mit der Zahlung der Strafe könnte es Probleme geben. Choudhury gibt an, fast Bankrott zu sein. Dagegen spricht, dass er 40 Luxus-Karossen in seiner Garage stehen hat. Die Vermarktung des Bikram-Yogas soll ihm Unmengen von Geld eingebracht haben. Selbst Madonna ist ein Fan der Schwitz-Yoga-Methode, die bei 35 bis 40 Grad praktiziert wird. Auch in Wien gibt es mehrere Yoga-Studios, die auf Bikram spezialisiert sind. 

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