Es sind unglaubliche Aufnahmen: Nach Angriffen auf die Leitungen der Ost-West-Pipeline in den saudi-arabischen Regionen Riad und Medina musste diese vorerst stillgelegt werden. Satellitenbilder einer Pumpstation zeigen das Ausmaß des Schadens.
Demnach ist zu sehen, dass fast das ganze Areal von Ruß bedeckt ist. Auch einige Gebäude sind eingestürzt. Zudem sind Grabungsarbeiten in der Nähe der Anlage zu erkennen. Laut Experten deuten diese darauf hin, dass die Reparaturen bereits laufen würden und Hilfspumpen installiert werden.
Die Pipeline transportiert normalerweise riesige Mengen an Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer. Sie galt als Ersatz für die wegen des Iran-Krieges faktisch blockierte Straße von Hormus. Saudi-Arabien gilt als größter Öl-Exporteur der Welt. Die nunmehrigen Angriffe erfolgten mit dem Vormarsch der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen.
Diese haben einen Armeestützpunkt in Saudi-Arabien angegriffen. Auch die Hafenstadt Mokka wurde eingenommen. Als Reaktion hatte Saudi-Arabien diese attackiert. Im Jemen gab es Angriffe auf Huthi-Stellungen im Südwesten – rund 1.400 Menschen flohen.
Zuletzt hatte die Huthi-Miliz die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer eingenommen. Damit kontrolliert sie auch die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Dies ließ die Öl-Preise in die Höhe schießen.
Pro Barrel der Referenzsorte Brent musste man am Montag 107,60 Dollar (rund 94 Euro) zahlen – bereits in den Tagen zuvor kletterte der Preis schon auf 110 Dollar. Dies lässt auch die Preise an den heimischen Zapfsäulen ansteigen. Im Durchschnitt musste man am Sonntag 2,158 Euro für den Liter Diesel und 1,856 Euro für den Liter Benzin zahlen.