Mathe-Zentralmatura soll fairer werden

Die Mathe-Zentralmatura wird reformiert.
Die Mathe-Zentralmatura wird reformiert.Bild: Helmut Graf
Wissenschaftsminister Heinz Faßmann verspricht Maturanten ab dem Frühjahr Änderungen bei der Mathematik-Zentralmatura – und damit mehr Fairness.
Im Rahmen der ORF-Sendung "Hohes Haus" kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann unter anderem Änderungen für die Mathematik-Zentralmatura an. Diese sollen "für SchülerInnen fairer werden" – und das schon ab den kommenden Prüfungen im Frühjahr 2019.

Die angekündigten Maßnahmen stützen sich auf die Ergebnisse des "Forums Zentralmatura" von Kurt Scholz. Details sollen in den kommenden Wochen präsentiert werden. Vorab hat Faßmann aber schon bestätigt, dass Textangaben "verständlicher formuliert" und Rechenfehler bei grundsätzlichem Verständnis der Aufgabe weniger stark gewichtet werden. Somit sollen die Prüfungen nicht unbedingt leichter, dafür aber fairer ablaufen.

Kopftuch-Debatte



Abgesehen davon drückte der 63-Jährige seine Zustimmung für ein "Neutralitätsgebot" aus, was die Kopftuch-Debatte betrifft.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Lehrerinnen, Richterinnen, Polizistinnen, Repräsentantinnen des öffentlichen Dienstes sollten sich religiös und weltanschaulich neutral verhalten und dies wohl auch durch ihre Kleidung dokumentieren. Das gilt klarerweise nicht für Religionslehrerinnen, weil die einen Bekenntnis-orientierten Unterricht abhalten können. Dahingehend wäre ich für ein Neutralitätsgebot, auch im äußeren Erscheinungsbild", erklärte Faßmann im Gespräch mit Patricia Pawlicki.



Ethikunterricht



Die Bundesregierung hatte kürzlich angekündigt, Gewaltprävention als Unterrichtsfach etablieren zu wollen. Auch dieser Vorschlag erntet Zustimmung von Faßmann.

"Das ist eine gute Idee. Gewaltprävention gehört auch in die Schule", pflichtet Faßmann dem Plan bei. Der richtige Ort dafür sei klar der Ethikunterricht. "Wir müssen rechtzeitig – meistens Burschen, weniger Mädchen – darüber aufklären, wie man mit Aggressionen umgeht, wie ein Zusammenleben von Mann und Frau zu funktionieren hat."

Wie berichtete wollte Faßmann den Ethikunterricht an der Oberstufe für das Schuljahr 2019/20 umsetzen. Das Vorhaben wird sich allerdings um ein Jahr verschieben. Der Ethikunterricht soll dann verpflichtend für all jene, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, sein. (ek)

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