Bildungsministerium stoppt "Flüchtlingsspiele"

Bild: zVg

In der AHS Haizingergasse sollen durch ein Schulprojekt mehrere Kinder traumatisiert worden sein. Sie wurden einen Tag in die Rolle von Asylwerbern gesteckt.

Bildungsminister Heinz Fassmann hat eine Untersuchung zu den Vorfällen an dem Wiener Gymnasium eingeleitet. Seitens des Ministeriums wird sichergestellt, dass dieses Projekt mit sofortiger Wirkung eingestellt ist", so das Ministerium gegenüber "Heute.at". "Hier scheint eine Grenze überschritten worden zu sein. Schüler verängstigen ist kein pädagogisches Konzept", so das Ministerium.

Bildungsdirektion prüft

Laut Bildungsdirektion "geht es gar nicht", dass Schüler ohne vorherige Zustimmung der Eltern in eine solche Situation gebracht werden - vor allem nicht Kinder dieser Altersgruppe. Die Direktorin wird jetzt zum "befohlenen Rapport" zu Bildungsdirektor Heinrich Himmer zitiert. Der Elternverein der Schule dagegen begrüßt das Projekt. Wie Obmann Nikolaus Rosenauer gegenüber "Heute.at" bestätigt, war der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) darüber informiert und hat dafür gestimmt.

Theaterverein versteht Theater nicht

Der Workshop wurde vom Verein "Theater Ansicht" organisiert. Im Gespräch mit der APA versteht Flo Staffelmayr die Aufregung nicht. Laut ihm waren die Rückmeldungen der Schüler überwiegend positiv. Kritik, wonach Schüler das Planspiel als Psychoterror erlebt hätten, hält er für Einzelmeinungen. "Mich ärgert, dass hier parteipolitisches Kleingeld gemacht wird und dass eine Direktorin, die sich traut, etwas Besonderes zu machen, eins auf den Deckel bekommt," so Staffelmayr .

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