Bildungsreform wird präsentiert: Das wird alles neu!

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An den letzten Details haben Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) und Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) bis am Montag persönlich gefeilt. Ziel ist eine bildungspolitische Entfesselung. Aber: Skepsis ist legitim.

An den letzten Details haben Bildungsministerin  (SPÖ) und Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) bis am Montag persönlich gefeilt. Ziel ist eine bildungspolitische Entfesselung. Aber: Skepsis ist legitim.

Seit elf Monaten arbeiten SPÖ und ÖVP an der Bildungsreform. Am Dienstag hat die Regierung endlich Details für die Schule der Zukunft präsentiert. "300 Seiten an inhaltlichen Konzepten" hat Ministerin Sonja Hammerschmid ihrem VP-Verhandlungspartner Harald Mahrer am Wochenende übermittelt, so eine Sprecherin.

Die Bildungsreform im Detail:
Enthalten seien "62 Seiten an Gesetzestextänderungen, 400 Novellierungsanordnungen sowie Änderungen in 32 Bundesgesetzen". Kernpunkt laut "Heute"-Infos ist mehr Autonomie, etwa:

 Schulen können selber über Klassengrößen entscheiden. Es gibt keine fixen Vorgaben mehr.
Direktoren wählen Lehrer selbst aus. Das gilt aber nur für "Neuverpflichtungen".
Direktoren werden auf Zeit bestellt (5 Jahre), es gibt zudem klare Vorgaben über Qualifikationen.
Ein Direktor kann bis zu acht Schulen vorstehen.
Schulen legen den Unterrichtsbeginn selbst fest (das geht jetzt allerdings auch schon). 
Schulstunden können flexibel gestaltet werden, müssen nicht exakt 50 Minuten dauern. Die Gesamtmenge muss gleich bleiben.

Wann die Änderungen schlagend werden, ist noch unklar. Erst 2017 soll es die Gesetze dazu geben. Da wird sich zeigen, was von den Reformen übrig bleibt.

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