Ihre Mutter und ihr Bruder Finneas haben bereits reichlich Erfahrung als Schauspieler. Nun folgt auch Pop-Superstar Billie Eilish den Spuren ihrer Familie. Die 24-Jährige ergatterte ihre erste Hauptrolle in einer neuen Verfilmung von Sylvia Plaths einzigem Roman "Die Glasglocke".
Sie soll Esther Greenwood spielen, eine junge Frau, die am Druck der Gesellschaft zerbricht. Als sie in den 50er Jahren ein Modepraktikum in New York absolviert, verfällt sie trotz Erfolgs in schwere Depressionen. Regie führt Oscar-Preisträgerin Sarah Polley ("Die Aussprache"), die auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet.
Der Roman spiegelt auch den eigenen Kampf der US-Autorin mit mentaler Gesundheit wider. Plath litt selbst an Depressionen und nahm sich kurz nach dem Erscheinen ihres Buchs das Leben. In den USA wurde das "Die Glasglocke" sofort ein Bestseller und ist heute in über 40 Sprachen übersetzt.
1979 brachte Larry Peerce schon eine Kino-Version mit Marilyn Hassett und Julie Harris in den Hauptrollen heraus. Seither ist das Projekt immer wieder ins Stocken geraten. 2007 sollte Julia Stiles Esther Greenwood spielen. Daraus wurde ebenso wenig, wie aus Kirsten Dunst, die Mitte der 2010er Jahre Regie führen und Dakota Fanning besetzen wollte. 2019 berichteten US-Medien von einer geplanten Serienadaption beim Sender Showtime mit Frankie Shaw – auch dieser Versuch verlief im Sand.
Nun soll also Eilish, bekannt für ihre oft düsteren Texte, die junge Frau verkörpern. Die 24-Jährige hat in ihrer Karriere schon zahlreiche Rekorde gebrochen: Zehn Grammys und zwei Oscars ("No Time to Die" und "What Was I Made For?") für den besten Originalsong machen sie zu einer der erfolgreichsten Musikerinnen ihrer Generation. Mit 22 Jahren war sie die jüngste zweifache Oscar-Preisträgerin aller Zeiten – und die einzige Gewinnerin, die im 21. Jahrhundert geboren wurde.