Nach Streit mit Satansbratan

"Bin Egoist" – So tickt Käse-Millionär Roland wirklich

Luxus, Provokation und ein bemerkenswertes Weltbild: Roland Ludomirska sorgt in der "Villa der Versuchung" für heftige Diskussionen.
Heute Entertainment
11.08.2026, 13:13
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

"President of Decadence" nannte sich Roland Ludomirska einst selbst. Privatjet, Champagner, Luxusautos und sündhaft teurer Käse gehörten zum Image des Österreichers. Bescheidenheit war nie Teil seiner Marke.

Bekannt wurde Ludomirska mit "Crazy Cheese". Angefangen hatte seine Karriere deutlich weniger glamourös: Vor mehr als 25 Jahren verkaufte er Brot am Wiener Viktor-Adler-Markt, später stieg er ins Käsegeschäft ein. Aus Käse machte er schließlich ein Luxusprodukt – und aus sich selbst gleich mit.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Crazy Cheese" in der Insolvenz

Ludomirska inszenierte sich als "Käse-Millionär", zeigte teure Autos, Reisen und einen extravaganten Lebensstil. Auch im Reality-TV blieb er dieser Rolle treu. Im "Forsthaus Rampensau" rückte er sogar mit eigenem Butler an.

Doch 2026 bekam die schillernde Geschichte einen gewaltigen Riss: Die Unternehmensgruppe hinter "Crazy Cheese" schlitterte in die Insolvenz, die Geschäfte wurden geschlossen.

Ausgerechnet jetzt sitzt Ludomirska in der "Villa der Versuchung". Einer Show, deren Konzept kaum schlechter zu seiner bisherigen Selbstdarstellung passen könnte.

Denn hier startet die Gruppe mit 250.000 Euro. Jeder Luxus, den sich ein Bewohner gönnt, wird vom gemeinsamen Jackpot abgezogen. Wer an sich selbst denkt, lässt also gleichzeitig alle anderen dafür bezahlen.

Und genau dort präsentiert Roland eine bemerkenswerte Philosophie.

Seine Philosophie wird ihm zum Verhängnis

"Das große Problem in der Gesellschaft ist, dass jeder zu wenig egoistisch ist", erklärt er seinen fassungslosen Mitbewohnern. Sein Credo: "Wenn jeder auf sich schaut, ist auf jeden geschaut."

Dann stellt er unmissverständlich klar: "Ich bin ein Egoist."

Es ist eine Haltung, die innerhalb des Formats beinahe zwangsläufig zum Konflikt führen muss. Roland wettert gegen "Schnorrer", die sich selbst nichts kaufen, aber von anderen profitieren. Wer etwas möchte, soll seiner Meinung nach selbst dafür bezahlen.

Was er dabei offenbar weniger problematisch findet: Wenn Einzelne Geld aus dem gemeinsamen Jackpot für ihre eigenen Bedürfnisse ausgeben, bezahlen am Ende ebenfalls alle dafür.

Genau dieser Widerspruch macht Roland in der Villa zur Reizfigur.

Streit in der Villa eskaliert

Thorsten Legat bezeichnet ihn hinter seinem Rücken bereits als "Protzer". Annika Hoenig treffen seine Aussagen noch härter. Sie muss an die schwere Erkrankung ihres Mannes Heinz denken und daran, wie viele Menschen ihrer Familie mit Spenden geholfen haben. Rolands Vorstellung einer egoistischeren Gesellschaft bringt sie schließlich zum Weinen.

Am heftigsten kracht es aber mit einem anderen Österreicher.

Erik alias "Satansbratan" hält Rolands Einstellung für völlig falsch. Für ihn ist die "Villa der Versuchung" ein soziales Experiment, bei dem es gerade darum geht, die eigenen Bedürfnisse für die Gruppe zurückzustellen.

Aus unterschiedlichen Vorstellungen wird persönliche Abneigung – und schließlich eine Eskalation.

Roland nennt Erik einen "Neandertaler" und "Assi", sein Gegenüber bezeichnet ihn unter anderem als "Dreck unter meinen Fingernägeln" und "Voitrottel". Dann überschreitet der Streit endgültig eine Grenze.

"Soll ich dir eine anrauchen?", fragt Roland. Wenig später fordert er seinen Kontrahenten sogar auf, den ersten Schlag zu machen.

Die Produktion muss einschreiten und beide Österreicher warnen: Kommt es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, müssen sie die Villa verlassen.

Zu Handgreiflichkeiten kommt es nicht. Für Roland ist wenig später trotzdem Schluss. Bei der regulären Abrechnung wählen ihn seine Mitbewohner aus der Show.

Vielleicht ist genau dieser Exit die größte Ironie seines Auftritts: Roland Ludomirska predigt, jeder müsse zuerst auf sich selbst schauen. In der "Villa der Versuchung" entscheiden am Ende allerdings die anderen darüber, wer bleiben darf.

Und die Gruppe entscheidet sich gegen ihn.

{title && {title} } red, {title && {title} } 11.08.2026, 13:13
Mehr zum Thema