Bis zu 2.500 Euro Strafe für Flip-Flops-Wanderer

Im italienischen Cinque Terre werden Touristen, die auf Wanderwegen kein ordentliches Schuhwerk tragen, künftig zur Kasse gebeten.
In die italienische Tourismusregion Cinque Terre zieht es Urlauber unter anderem wegen der entzückend bunten Häuserpracht und der terassenförmig an den Steilhängen angelegten Weinberge. Der Wanderweg, der die fünf Nachbargemeinden an der italienischen Gemeinde miteinander verbindet, wird von vielen Reisenden aber auf die leichte Schulter genommen. Sie machen sich zum Ärger der Nationalpark-Mitarbeiter in Badeschlapfen auf den Weg.

Diese Leichtsinnigkeit hat mittlerweile schon zu vielen aufwendigen Rettungsaktionen geführt, wie der Nationalpark am Wochenende bekannt gab. Einige Betroffene, die in Flip Flops die malerischen Dörfer an der Steilküste bekundeten, mussten mit Helikoptern gerettet werden.

Unfälle und teure Rettungsaktionen

"Das grundsätzliche Problem ist, dass viele denken, dass sie am Meer sind und deshalb wie in Riccione (Anm.: ein Urlaubsort in Rimini) in Flip Flops herumspazieren können", wurde Parkdirektor Patrizio Scarpellini am Wochenende von italienischen Medien zitiert.

Um Unfälle und teure Bergungsaktionen zu vermeiden, wird in der kommenden Saison zu härten Maßnahmen gegriffen. "Die Geldbußen, so Scarpellini weiter, bewegen sich zwischen 50 und 2.500 Euro." Die Touristen soll ausführliche Informationen erhalten, bevor die Strafen greifen. Broschüren und Plakate, die auf die Kleidungsvorschriften hinweisen, sollen u.a. verteilt werden.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Touristenstrom nimmt zu

Der Touristenstrom Cinque Terre hat kontinuierlich zugenommen. Vor allem Kreuzfahrttouristen, die im nahe gelegenen Hafen von La Spezia anlegen, besuchen im Sommer die kleinen Orte. "Von 450.000 Passagieren im letzten Jahr erwarten wird zwischen April und Oktober heuer 750.000. Das bedeutet eine Verdoppelung der Besucherzahlen, die nach Cinque Terre strömen", erklärt Scarpellini besorgt und kündigte an, weitere Maßnahmen gegen den Massentourismus prüfen zu wollen.

(ek)

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