Ob Hitzewelle, Unwetter oder Schneefall – viele Wetterprognosen in Österreich basieren auf dem ECMWF. Das Modell berechnet mithilfe von Milliarden Wetterdaten die Entwicklung der Atmosphäre. Besonders bei Vorhersagen für die kommenden drei bis zehn Tage gilt das ECMWF als eines der treffsichersten Modelle überhaupt.
Weil es laufend aktualisiert wird und eine besonders hohe Rechenleistung nutzt, liefert es oft frühzeitig Hinweise auf markante Wetterlagen und hilft dabei, die Bevölkerung rechtzeitig vor möglichen Unwettern zu warnen. Und schon seit Tagen zeigt dieses für nächste Woche eine Hitzewelle an, wie es sie nur selten gibt.
Zur Wochenmitte wird sich demnach eine Hitzeblase von Nordafrika nach Mitteleuropa verlagern. Bleibt es am Dienstag im Osten noch bei sommerlich angenehmen 27 Grad, legt sich im Anschluss ein regelrechter "Hitzedom" über Österreich.
Schon am Mittwoch werden die Höchsttemperaturen auf 32 Grad steigen und nachts nicht unter 24 Grad sinken, am Donnerstag werden es in und um Wien den aktuellen Daten zufolge 34 Grad. Hitze-Hotspot ist dabei das Marchfeld. Nachts könnten die Temperaturen nicht mehr unter 27 Grad fallen.
Der Höhepunkt steht dann nächstes Wochenende ins Haus. Am Freitag sieht das ECMWF im Weinviertel, an der March und Teilen Wiens 37 Grad in Reichweite. In Linz sollen es 35 Grad werden, in Salzburg bleibt es mit 30 Grad deutlich angenehmer. Am Samstag taucht an der Thaya im Weinviertel ein 38er auf, in Wien wieder 37 und in Linz 36.
Am Sonntag könnten den aktuellen Daten zufolge dann Rekorde purzeln: Für 20 Uhr zeigt die ECMWF-Modellkarte am nordöstlichen Stadtrand Wiens 39 Grad an, im Rest der Stadt 38 Grad.
Wenn am Montagabend Österreich bei der Fußball-Weltmeisterschaft auf Argentinien trifft, sollen es in Wien 34 bis 37 Grad werden. Ausreichende Hydration und Schatten sollten also an erster Stelle stehen. Erst am Mittwoch, 24. Juni, bleiben die Temperaturen unter 30 Grad.