Wer jetzt in den Sommerurlaub startet, sollte nicht nur an Sonnencreme und Reisepass denken. Denn in beliebten Reisezielen wie Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei lauern teure Stolperfallen. Schon scheinbar harmlose Dinge können mehrere tausend Euro kosten.
Der Klassiker unter den Urlaubsfehlern: Wer am Strand oder auf dem Markt eine gefälschte Designertasche, Rolex-Uhr oder Sonnenbrille kauft, riskiert in Italien ein Bußgeld zwischen 100 und 7.000 Euro. Der Hinweis, man habe nicht gewusst, dass es sich um eine Fälschung handelt, hilft nicht weiter.
Laut inside-digital.de werden auch Souvenirs aus der Natur teuer: Wer auf Sardinien Sand, Muscheln oder Steine einpackt, zahlt zwischen 500 und 3.000 Euro. Auf der Spanischen Treppe in Rom zu sitzen, kostet bis zu 400 Euro.
An der Akropolis und anderen antiken Stätten sind Stöckelschuhe tabu. Der Grund: Die Absätze beschädigen den jahrtausendealten Marmor. Besucherinnen mit High Heels werden abgewiesen. Auch codeinhaltige Medikamente können zum Problem werden, da sie in Griechenland als kontrollierte Substanzen gelten.
Das beliebteste Sommerziel versteht bei Kulturgütern keinen Spaß. Steine, Fossilien oder Keramikscherben von Stränden und antiken Stätten wie Ephesus gelten als schützenswertes Kulturgut. Wer solche Fundstücke ohne Genehmigung ausführen will, riskiert bis zu 9.000 Euro Strafe oder sogar eine Festnahme am Flughafen.
Auf Mallorca kostet oberkörperfrei laufen in der Stadt bis zu 750 Euro. Wer öffentlich Alkohol trinkt, muss mit Bußgeldern bis zu 1.500 Euro rechnen. In Benidorm werden für das Reservieren von Liegen per Handtuch bis zu 750 Euro fällig.
Der deutsche Zoll erlaubt bei Flugreisen die zollfreie Einfuhr von Waren bis 430 Euro. Bei Fälschungen kann es noch teurer werden: Vermutet der Zoll gewerblichen Zweck, werden die Waren beschlagnahmt. Allein 2024 stellte der deutsche Zoll rund fünf Millionen gefälschte Produkte sicher, EU-weit sogar 112 Millionen.
Wer sich vor der Reise kurz über die Vorschriften im Urlaubsland informiert und bei vermeintlichen Schnäppchen skeptisch bleibt, spart sich im Zweifel mehrere Hundert oder sogar Tausend Euro.