In der heurigen Wintersaison konnten die niederösterreichischen Skigebiete bisher rund 550.000 Besuche verzeichnen. "Das ist angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ein guter Wert, zu Beginn der Saison galten noch eine Reihe von Corona-Einschränkungen und eine Reisewarnung aus Deutschland sowie Hürden für osteuropäische Gäste. Im Vergleich zum Vorwinter konnten bereits wieder 12 Prozent mehr Gäste begrüßt werden, obwohl großteils nur inländische Besucher auf den Pisten unterwegs waren. Seit Ende der Semesterferien sind rund 140.000 Gasteintritte dazugekommen, das spricht für die nach wie vor gute Schneelage und – aufgrund der relativ niedrigen Temperaturen – die durchgängig guten Pistenbedingungen", sagt Tourismus- und Sportlandesrat Jochen Danninger.
Im Großteil der Wintersaison galt bei der Benützung der Seilbahnen die 2-G- bzw. 3-G-Regel, erst seit dem 5. März 2022 ist kein Nachweis mehr erforderlich. Schulveranstaltungen wie Skitage oder Wintersportwochen sind erst seit 21. Februar 2022 wieder erlaubt. Im Vergleich zur Vor-Corona-Saison 2018/2019 liegen die Beteiligungen der ecoplus Alpin GmbH, das sind fünf der sechs meistbesuchten Skigebiete in Niederösterreich, derzeit bei einem Minus von 24 Prozent bei den Gasteintritten und 11 Prozent bei den Umsatzerlösen. Der Unterschied beim Rückgang erklärt sich vor allem durch den weitgehenden Ausfall von Schulveranstaltungen mit günstigeren Gruppen- und Jugendtarifen.
In der kommenden Woche besteht am Semmering noch die Möglichkeit über die Pisten zu wedeln, am Hochkar ist der Skibetrieb sogar noch bis Ostermontag, 18. April 2022, geplant. In Annaberg, Lackenhof am Ötscher oder Mönichkirchen-Mariensee ist am Sonntag Saisonschluss, da lohnt sich auf jeden Fall noch einmal ein Ausflug“, appelliert Landesrat Jochen Danninger. Die Erlebnisarena St. Corona am Wechsel hat die heurige Wintersaison bereits per vergangenem Sonntag, 13. März 2022, abgeschlossen.
Die Ötscherlifte in Lackenhof am Ötscher werden das Ergebnis des Vorwinters deutlich übertreffen, denn bis zum Saisonschluss am Sonntag werden mehr als 70.000 Gasteintritte erreicht — das entspricht einer Steigerung von 45 Prozent im Vergleich zu 2020/2021.
„Es haben sich wirklich alle am Standort sehr bemüht, das Optimum aus dieser Wintersaison herauszuholen. Leider werden wir aus betriebswirtschaftlicher Sicht dennoch nicht reüssieren können. Denn im Vergleich zur Vor-Corona-Saison 2018/2019 verlieren die Ötscherlifte überdurchschnittlich viel, bei den Gasteintritten reden wir über ein Minus von 37 Prozent, bei den Umsatzerlösen von 29 Prozent. Das ist deutlich mehr als bei unseren anderen Skigebieten“, sagt Markus Redl, Geschäftsführer der ecoplus Alpin GmbH.
Ecoplus hat vor der Wintersaison wie berichtet die Ötscherlifte übernommen und zwischenzeitlich mit den Hochkar Bergbahnen in eine Gesellschaft, der Hochkar & Ötscher Tourismus GmbH, zusammengeführt. Seither arbeitet man mit einer Taskforce und einem Ideenwettbewerb daran, die Ötscherlifte aus den Roten Zahlen zu bekommen.