Am Montag wird in Paris der prestigeträchtige Ballon d'Or verliehen (ab 20 Uhr). 30 Nominierte dürfen auf die Auszeichnung hoffen. Bis zuletzt galt Robert Lewandowski als großer Favorit. Bayern-Boss Oliver Kahn erwartet zum Beispiel, dass der Torjäger den Preis erhält. Er werde am Montag mit zur Kür nach Paris reisen, kündigte der 52-jährige Kahn an. Und: "Es würde mich zutiefst kränken, wenn er den Preis nicht gewinnen würde."
Wird Kahn enttäuscht werden? Möglich ist es. Denn: Zwei Journalisten haben nun auf Twitter den vermeintlichen Sieger geleakt. Und es ist nicht Robert Lewandowski. Josep Pedrerol (El Chiringuito) und Matteo Moreno (Calciomercato) behaupten, dass PSG-Star Lionel Messi den Preis bekommen wird. Lewandowski soll dagegen sogar noch hinter Karim Benzema (Real Madrid) nur auf Platz drei landen. Der Italiener Matte Moreno erklärt ebenfalls via Kurznachrichtendienst, dass Messis Freunde bereits Bescheid wüssten, dass der Argentinier das Rennen gemacht habe.
Es ist nicht das erste Mal, dass der angebliche Sieger des Ballon d'Or geleakt wird. Vor einem Monat gab es etwa Aufruhr um eine Liste, die bereits den vermeintlichen Sieger zeigte. Der Gewinner auf dieser Liste hieß Robert Lewandowski. Dahinter folgten Lionel Messi und Karim Benzema. Das Dokument wurde anscheinend von der französischen Zeitung "France Football" – sie ernennt jedes Jahr die Nominierten – erstellt und per Social Media veröffentlicht. Eine weitere Liste – ebenfalls geleakt vor einem Monat – zeigte, wie die aktuelle, Messi auf Platz eins. Lewandowski folgte dahinter, auf Platz drei klassierte sich Mohamed Salah. Die Ballon-d'Or-Verantwortlichen bezeichneten beide Listen als "Fake".
Seine Qualität im Umgang mit Bällen stellte Messi übrigens im Liga-Duell mit Saint Etienne einmal mehr unter Beweis. Beim 3:1-Sieg von Paris bereitete der Argentinier alle drei Treffer vor. Bitter für den Hauptstadt-Klub war dafür die Verletzung von Brasilien-Star Neymar, der kurz vor Spielende mit einer Knöchelblessur ausgewechselt werden musste.