Marokko muss im WM-Viertelfinale gegen Frankreich einen herben Rückschlag hinnehmen. Der Überraschungshalbfinalist der vergangenen Weltmeisterschaft muss im Duell mit dem Mitfavoriten auf Bayern-Neuzugang Ismael Saibari verzichten.
"Abgesehen von Saibari stehen alle Spieler zur Verfügung", erklärte Teamchef Mohamed Ouahbi vor der Partie in Foxborough. Für den Offensivspieler komme ein Einsatz gegen Frankreich noch zu früh.
Der 25-Jährige hatte sich beim 3:0-Erfolg im Achtelfinale gegen Gastgeber Kanada verletzt und musste bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. Medienberichten zufolge zog sich Saibari lediglich eine leichte Muskelverletzung zu, dennoch reicht es für das Viertelfinale nicht.
Der künftige Bayern-Profi zählt zu den Leistungsträgern der Marokkaner und hält bei dieser WM bereits bei drei Treffern. Erst vor wenigen Tagen wurde sein Wechsel von der PSV Eindhoven zum deutschen Rekordmeister offiziell bestätigt.
Trotz des Ausfalls glaubt Teamchef Ouahbi an die Chance auf die nächste Sensation. "Ich mag es nicht, wenn die Leute sagen, dass unsere WM schon jetzt ein Erfolg ist", betonte der 48-Jährige.
Vor vier Jahren schrieb Marokko Geschichte und zog als erstes afrikanisches Team überhaupt in ein WM-Halbfinale ein. Damals war ausgerechnet Frankreich Endstation. Nun bietet sich die Gelegenheit zur Revanche – allerdings ohne Saibari.