Lionel Messi hat Argentinien wieder zum Sieg geführt. Sein Tor zum 2:2 war Weltklasse, wie er mit seinem ganzen Körper alles versucht, den Ball zu drücken. Das ist hohe Kunst. Zuvor hat er wie schon gegen Österreich einen Elfmeter vergeben. Daran sieht man: Messi ist nicht nur ein großer Fußballer, sondern auch nur ein Mensch.
Die Umstände machen auch etwas mit ihm. Er war sich vor dem Elfer nicht sicher, hatte den Spielstand im Kopf, auch den Fehlschuss gegen Österreich. Dazu war er in Hälfte eins gegen Ägypten untypisch unsicher am Ball, hatte unnötige Ballverluste, war scherfällig, nicht spritzig. Doch dann arbeitete er sich mit einem einfachen Spiel, mit Doppelpässen in das Match zurück, wollte dem Team unbedingt helfen. Das gelang.
Ägyptens Manipulationsvorwürfen kann ich nichts abgewinnen. Sie müssen sich an der eigenen Nase nehmen. Vor dem 2:3 sind sie viel zu weit aufgerückt, standen hinten Zwei-gegen-Zwei. Das ist ihnen zuvor in 90 Minuten nicht ein einziges Mal passiert.