Der Fußball-Weltverband hat den Einspruch des französischen Verbands gegen die Verwarnung von Michael Olise zurückgewiesen. Damit bleibt die Gelbe Karte aus dem WM-Achtelfinale gegen Paraguay bestehen, bestätigte Teamchef Didier Deschamps vor dem Viertelfinale gegen Marokko.
Für Ärger hatte die Szene in der Nachspielzeit gesorgt. Nach einem Gerangel mit Paraguays Matias Galarza zeigte Schiedsrichter Ilgis Tantaschew dem Bayern-Profi Gelb. Die Franzosen sahen darin jedoch eine klare Fehlentscheidung.
Die TV-Bilder schienen ihre Sichtweise zu stützen. Olise hatte seinem Gegenspieler lediglich den Finger vor den Mund gehalten, worauf Galarza spektakulär zu Boden ging und einen Schlag andeutete. Trotzdem wurde nur der französische Offensivspieler verwarnt.
Frankreich hatte deshalb auf eine nachträgliche Korrektur gehofft – auch weil die FIFA zuvor die Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun nachträglich aufgehoben hatte. Mit der Balogun-Entscheidung hat der Weltverband für einen internationalen Aufschrei gesorgt und damit die Büchse der Pandora geöffnet. Es droht eine regelrechte Protest-Flut.
Im Fall Olise entschied der Weltverband jedoch anders.
Damit geht der 24-Jährige vorbelastet in das Viertelfinale gegen Marokko. Sollte Olise erneut Gelb sehen, müsste er ein mögliches Halbfinale gegen Spanien oder Belgien aussetzen. Das wäre für Frankreich ein herber Rückschlag, schließlich zählt der Bayern-Star mit fünf Assists bislang zu den auffälligsten Spielern dieser Weltmeisterschaft.