Einige Bewohner der 1.500-Seelen-Gemeinde Hernstein in Niederösterreich staunten am Donnerstag kurz nach 14 Uhr, als plötzlich ein Black Hawk Hubschrauber des österreichischen Bundesheeres zum Landeanflug ansetzte. Der amerikanische Helikopter landete schließlich mitten auf einem Feld – Augenzeugen vermuteten schon das Schlimmste.
Wie ein Sprecher des Bundesheeres gegenüber "Heute" erklärte, handelte es sich nicht um eine klassische "Notlandung". Im Cockpit ging während des Fluges eine Sicherheitsleuchte an, daher entschied sich die Crew aus Sicherheitsgründen vorerst bei der nächsten Möglichkeit zu landen um zu checken, was den Fehler tatsächlich hervorgerufen hat. Der Black Hawk wurde sofort technisch inspiziert - unklar war jedoch, ob er weiterfliegen kann, oder nicht.
Der S-70 "Black Hawk" ist ein vielseitiger und äußerst zuverlässiger Transporthubschrauber, der seit 1974 kontinuierlich weiterentwickelt wird. Dank seiner zwei Triebwerke mit je 1.940 PS eignet er sich besonders für Einsätze im Hochgebirge und bei schwierigen Wetterbedingungen.
Er kann bis zu 20 Personen oder rund 4 Tonnen Nutzlast transportieren, erreicht 360 km/h, fliegt bis auf 6.000 Meter Höhe und hat eine Reichweite von 500 bis 1.600 Kilometern. Der weltweit in 24 Staaten eingesetzte Hubschrauber überzeugt zudem durch hohe Sicherheit, Robustheit und geringen Wartungsaufwand.