In Frankreich ebbt der Protest gegen die von Präsident Emmanuel Macron angekündigte Pensionsreform nicht ab. Nun drohte die "Federation Nationale des Mines et de l´Energie" bereits, Großveranstaltungen, die im Mai stattfinden, zu stören, um so gegen die Reformmaßnahmen des französischen Präsidenten zu demonstrieren. Konkret droht die Gewerkschaft mit gezielten Stromabschaltungen.
Die Gewerkschaft des Energiesektors rief jedenfalls "100 Tage des Zorns" aus. Der gesamte Mai stehe demnach unter dem Motto: "Im Mai könnt ihr machen, was ihr wollt." Man habe es gezielt auf Großveranstaltungen abgesehen.
"Das Filmfestival von Cannes, der Grand Prix von Monaco, das Tennisturnier von Roland Garros und das Festival in Avignon (Kunstfestival) könnten im Dunkeln stattfinden. Wir geben nicht auf", so das kurze Statement der Gewerkschaft. Gut möglich also, dass bei den genannten Veranstaltungen kurzzeitig der Strom abgedreht wird, oder zumindest die Stromversorgung erschwert wird.
Der Große Preis von Monaco findet zwar nicht unter Flutlicht statt, aber eine Durchführung des Rennens ohne sichergestellte Stromversorgung ist unmöglich. Es würden die Ampeln nicht funktionieren, geschweige denn die Zeitnehmung, die Kommunikation der Teams oder die weltweite TV-Liveübertragung. Schon im vergangenen Jahr ist es wegen des plötzlich einsetzenden Starkregens beim Rennklassiker im Fürstentum zu Problemen mit der Stromversorgung gekommen. Der Rennstart hatte deshalb verschoben werden müssen.
Ebenso undenkbar wäre die Durchführung der French Open ohne sichergestellte Stromversorgung. Da würde schon das Zählsystem nicht funktionieren. Das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres startet am 28. Mai. Am selben Tag steht auch der Renn-Klassiker in Monaco auf dem Programm.