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Blackout-Szenario – nur wenige sind wirklich vorbereite

Alarmierende Zahlen: Nur rund ein Sechstel der Österreicher hätte für den Fall eines Blackouts vorgesorgt. Zivilschutzverbände geben wichtige Tipps.

Christian Tomsits
Experten empfehlen, sich auf ein Blackout vorzubereiten – trotzdem haben nur rund 16 Prozent vorgesorgt.
Experten empfehlen, sich auf ein Blackout vorzubereiten – trotzdem haben nur rund 16 Prozent vorgesorgt.
Getty Images/iStockphoto

Nach breitflächigen Stromausfällen in Tirol und am Wörthersee schnellten die Anfragen bei Zivilschutzverbänden zum Thema Blackout in die Höhe. Im vergleich zum Regionalen Stromversagen ist ein Blackout eine Störung im gesamten Stromnetz mit hohem Schadensausmaß.

Dann wären nicht nur die letzten Meter von der Stromleitung zum Haus betroffen, sondern auch die großen Übertragungsnetze und Hochspannungsleitungen, erklärte Josef Farda vom Österreichischen Zivilschutzverband im "ORF". "Über 90 Prozent unserrer Anfragen sind aktuell zum Thema Blackout. Wir merken eine bis zu Verzehnfachung der Anfragen und Zugriffe nach Ereignissen, wie in Tirol oder in Kärnten", erklärte Josef Farda vom Österreichischen Zivilschutzverband im "ORF".

Fünf Sechstel schlecht vorbereitet

Gleichzeitig schlagen Experten Alarm. Die Mehrheit wäre sehr schlecht auf den Ernstfall vorbereitet. Nur 16 Prozent der Österreicher haben für einen breitflächigen Netzausfall vorgesorgt, zeigte eine Spectra-Umfrage. Spontan können lediglich zwei Drittel der Befragten den Begriff "Blackout" überhaupt korrekt zuordnen.

Was im Falle eines Blackouts wirklich wichtig ist: Haltbare Lebensmittel für zwei Wochen und genügend Wasser (zwei Liter pro Person und Tag) zu Hause zu haben. Campingkocher,  Hygieneartikel, Medikamente, Taschenlampen und Decken sollten ebenso vorhanden sein, wie ein mit Batterien betriebenes Radio (Autoradio), das die Möglichkeit bietet, wichtige Informationen zu erhalten.

Treffpunkt vereinbaren

Ebenfalls entscheidend ist es sich einen Treffpunkt mit Familienmitgliedern zu vereinbaren, wenn kein Handy oder öffentliches Verkehrsmittel mehr funktioniert – etwa mit den Kindern, die in der Schule sind. Auch sollte man sich mit Nachbarn zusammentun und gewisse Ressourcen gemeinsam nutzen bzw. auf hilfsbedürftige Menschen in der Umgebung mitdenken und versorgen.

Auch die Helfer Wiens merken die wachsende Nervosität in der Bevölkerung. "Wir haben derzeit sehr, sehr viele Anrufe", erklärte Wolfgang Kastel. Die Helfer veranstalten laufend Vorträge zum Thema Blackout und informieren besorgte Bürger online und telefonisch.

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    Hygieneartikel, 1000g Nudeln, 18l Wasser, 500g Gries,...
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    Denise Auer
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