Volle Züge, knappe Sitzplätze und lange Arbeitswege: Für viele Pendler gehört das zum Alltag. Nun sorgt ein weiteres Thema für Diskussionen. Immer öfter werden große E-Scooter in die Waggons mitgenommen - und nehmen dabei nach Ansicht einiger Fahrgäste wertvollen Platz weg – darüber berichtet aktuell die "Kronen Zeitung".
Zu ihnen zählt auch Beate S. aus Baden. Sie fährt täglich mit dem Zug nach St. Pölten und wieder zurück. Besonders in den Stoßzeiten beobachtet sie eine Entwicklung, die sie zunehmend stört. "Immer mehr Leute schleppen ihre übergroßen E-Scooter mit in das Zugabteil und blockieren so mindestens zwei Sitzplätze", sagt sie zur "Krone".
Doch nicht nur im Zug selbst sieht die Niederösterreicherin Probleme. Bereits am Bahnsteig komme es immer wieder zu unangenehmen Situationen. "Und schon am Bahnsteig muss man aufpassen, dass man nicht von übergroßen, auffrisierten E-Scootern abgeschossen wird", erklärt Beate S. gegenüber der Tageszeitung.
Auch beim Ein- und Aussteigen würden die großen Fahrzeuge ihrer Meinung nach regelmäßig für Verzögerungen sorgen.
Bei den ÖBB gibt es für die Mitnahme von E-Scootern klare Vorgaben. Können die Fahrzeuge zusammengeklappt werden und haben die passende Größe, sollen sie in den dafür vorgesehenen Gepäckbereichen verstaut werden.
Ist ein Scooter dafür zu groß, gelten andere Bestimmungen. Dann benötigt er ein eigenes Ticket und muss auf einem dafür vorgesehenen Abstellplatz untergebracht werden.
Die Bahn verweist zudem auf die Verantwortung des Zugpersonals. "In diesem konkreten Fall müsste der Zugbegleiter den Fahrgast auffordern, den E-Scooter zusammenzuklappen. Bei Verweigerung kann der Zuggast vom Personal gebeten werden, den Zug zu verlassen", heißt es dazu aus der ÖBB-Pressestelle gegenüber der "Kronen Zeitung".
Während E-Scooter für viele den Weg zur Arbeit erleichtern, sorgen sie bei manchen Pendlern inzwischen für das nächste Platzproblem im ohnehin oft vollen Zug.