Fauxpas an der Feinkosttheke

Frau wütend: Schweine-Schaufel für Rind genommen

Alexandra P. wollte Rindsfaschiertes kaufen. Doch eine Schaufel im Schweinefleisch an der Feinkosttheke sorgte dabei für großen Ärger.
Victoria Carina  Frühwirth
19.06.2026, 05:15
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"Heute"-Leserin Alexandra P. aus dem Bezirk Bruck an der Leitha ist verärgert. Vor wenigen Tagen wollte sie in einem großen Supermarkt im Bezirk Bruck Rindsfaschiertes kaufen. An der Feinkosttheke kam es dann zu einer Situation, die sie nicht so hinnehmen wollte.

Schaufel "kontaminiert" von Schwein

"Ich habe der Mitarbeiterin gesagt, ich will etwas vom Rindsfaschierten. Da habe ich gesehen, wie die Mitarbeiterin die Schaufel einfach aus dem Gemischtfaschierten nimmt und damit mein Rindsfaschiertes packen will!", ärgert sich Alexandra P. gegenüber "Heute". Die Kundin stoppte die Handlung sofort: "Ich habe direkt gesagt: Nein, das kann sie sich behalten."

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Der Grund: Alexandra P. ist muslimisch. "Ich esse kein Schweinefleisch. Außerdem darf ich aus gesundheitlichen Gründen und wegen Allergien gar kein Schwein essen", sagt sie.

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Mitarbeiterin lachte Kundin aus

Für Alexandra P. war klar: Die Schaufel, welche zuvor im gemischten Faschierten steckte, sollte ihr Rindsfaschiertes nicht berühren. "Die Schaufel war ja vorher im Schweinefleisch. Das geht so nicht", so die Mutter.

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Laut Alexandra P. habe die Mitarbeiterin daraufhin gelacht und gemeint, sie dürfe die Schaufel sehr wohl verwenden. Für die Kundin ein unmögliches und respektloses Verhalten.

Supermarkt sagt: Kundin hätte ja fragen können

Auf "Heute"-Nachfrage erklärt die Supermarktkette, es habe sich um ein sprachliches Missverständnis gehandelt. "Hätte die Kundin gesagt, sie bittet darum, dass eine eigene Schaufel verwendet wird, weil sie das aus religiösen Gründen möchte, dann wäre das sicher kein Problem gewesen", heißt es in der Stellungnahme.

Man räumt aber ein, dass die Mitarbeiterin in der Situation nicht gut genug auf die Kundin geachtet habe. "Wir entschuldigen uns für diese Unachtsamkeit. Selbstverständlich hätte die Mitarbeiterin auf Wunsch der Kundin ein neues Besteck verwenden müssen", so die Supermarktkette.

Fakt ist: Wenn andere Kunden zuvor nicht auf neues Besteckt bestanden haben, wurde das Rindsfleisch sowieso von Schweinefleisch berührt und damit "kontaminiert" – ob Alexandra P. nach einem neuen Besteck gefragt hätte oder nicht. Für die Mutter bleibt der Ärger groß – ihr Rindsfaschiertes kaufte sie an diesem Tag nicht mehr.

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