Prozess in Krems

Mutter soll Baby getötet haben – es wurde 15 Monate alt

Eine 30-Jährige steht in Krems vor Gericht. Sie soll ihren 15 Monate alten Sohn in Groß Gerungs getötet haben.
Österreich Heute
18.06.2026, 12:04
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Ein Familiendrama erschütterte im Februar Groß Gerungs im Bezirk Zwettl (NÖ). Am 18. Februar fand ein Vater seinen erst 15 Monate alten Sohn tot in einer Wohnung. Neben dem Buben lag die Mutter schwer verletzt.

Rettung und Polizei rückten mit zahlreichen Kräften an. Für das Kleinkind kam jede Hilfe zu spät. "Die Frau wurde in kritischem Zustand in ein Spital gebracht", erklärte damals Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamts Niederösterreich.

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Heute muss sich die Mutter vor dem Landesgericht Krems verantworten. Die 30-Jährige soll ihren kleinen Sohn erwürgt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord vor, es gilt die Unschuldsvermutung.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht eine entscheidende Frage: War die Frau zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig und damit schuldfähig?

Die Staatsanwaltschaft bejaht das. Sie stützt sich in der Anklage auf das Gutachten eines Sachverständigen. Der Verteidiger der Frau sieht es anders. Gegenüber noe.ORF.at erklärte er, seine Mandantin sei zum Zeitpunkt der Tat nicht zurechnungsfähig gewesen. Er kündigte ein privates Gutachten an und fordert einen Freispruch.

Am Donnerstag sollen neben dem Sachverständigen auch mehrere Zeugen aus dem familiären Umfeld der Frau aussagen. Ein Urteil wird noch am selben Tag erwartet.

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