Niederösterreich

Blondine als Sexsklavin: Freispruch für Unternehmer

Mit einem Freispruch in allen Anklagepunkten endete der Prozess gegen einen Unternehmer in Krems. Er soll seine Sklavin misshandelt haben.
12.06.2020, 13:06

Mit einem Freispruch in allen Punkten (Vergewaltigung, Nötigung, Drohung) endete der Prozess gegen einen Mittvierziger in Krems. Wie berichtet soll der Mann seine Sexsklavin missbraucht haben, vermutlich jedoch nur eine Racheaktion der jungen Polin.

SM-Paar in Waldviertel

Das Paar hatte sich vor Jahren über eine einschlägige Seite kennengelernt, er zahlte ihr 5.000 Euro im Monat, wenn sie stets das devote Blondchen spiele. Doch es entwickelte sich mehr, der Österreicher gab für die devote Polin alles auf, das SM-Pärchen zog schließlich ins beschauliche Waldviertel. Schließlich schenkte die Polin ihrem Herrn sogar zwei Kinder, mit der Heirat im Februar 2016 schien das Glück für das Paar perfekt.

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Doch die Realität der Ehe entsprach nicht den Vorstellungen der beiden SM-Fans, die Polin flüchtete samt Kindern in ihre Heimat. Ein hässliches Hin und Her war die Folge, sie wurde schließlich wegen Kindesentziehung verurteilt und dann zeigte sie ihn wegen mutmaßlicher Nötigung, fortgesetzter Gewaltausübung und Vergewaltigung sowie mutmaßlicher Gewalt an den Kindern an (Anm.: das Verfahren bezüglich Gewalt an Kindern wurde rasch eingestellt).

Freispruch

Laut Anklage soll sie ab 2014 dazu genötigt worden sein, Wäscheklammern auf den Brustwarzen zu befestigen, ihm lustvolle Geschichten von Sex mit Tieren zu erzählen. Und er soll sie von Mitte März 2016 (Anm.: also kurz nach Eheschließung) bis März 2019 immer wieder zum Oralverkehr gezwungen oder sie vergewaltigt haben.

Der Schöffensenat sprach den Unternehmer in allen Punkten frei. Die Staatsanwaltschaft akzeptierte den Freispruch, nur die Opfervertreterin gab keine Erklärung ab. "Völlig zu recht dieser Freispruch", so sein Anwalt Robert Schwarz.

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