Wie Finanzminister Gernot Blümel am Samstag bei einer Pressekonferenz verkündete, werde eine Milliarde Euro für die Kurzarbeit zur Verfügung stehen.
Finanzminister Gernot Blümel gab am Samstag gemeinsam mit Robert Zadrazil, dem Bundesspartenobmann Stellvertreter der Bundessparte Banken und Versicherungen eine Pressekonferenz und informierte dabei über die gesetzten Maßnahmen im Wirtschaftsbereich.
So beinhaltet der 38-Milliarden-Euro-Schutzschirm etwa die Herabsetzung der Steuerstundungen. Mehr als 60.000 Anträge dazu seien bereits erledigt, das entspricht etwa zwei Milliarden Euro.
Weiters stehen 100 Millionen Euro für die 24-Stunden-Betreuung, 225 Millionen Euro für die Forschung und 130 Millionen für Ankauf von medizinischen Produkten zur Verfügung.
Die bisher geplanten 400 Millionen für Kurzarbeit wird laut Blümel auf eine Milliarde Euro aufgestockt.
Seit Freitag können Anträge für den Härtefallfonds gestellt werden. Hier geht es um Kleinstunternehmen und Selbstständige. Mittlerweile sind schon 30.000 Anträge bei der Wirtschaftskammer eingelangt, 45 Prozent davon wurden bereits erledigt.
"Keine Institution kann die Krise alleine lösen", erklärte der Finanzminister. Vor allem der Bankensektor sei wichtig, um den Unternehmen einen leichteren Zugang zu Liquidität zu gewähren.
Derzeit gibt es noch einige Herausforderungen bezüglich Kurzarbeit. Unternehmen bekommen diese zwar bewilligt, die Auszahlung verzögere sich aber, deshalb können Löhne zum Teil nur schwer ausgezahlt werden.
Künftig sollen Banken die Bestätigung des AMS auf Kurzarbeit als Sicherheit für Betriebsmittelkredite akzeptieren. Wie Robert Zadrazil betonte, bieten Hausbanken Überbrückungskredite, wenn die Kurzarbeit genehmigt und noch keine Förderung ausbezahlt wurde, um die Gehälter mit Ende März zahlen zu können.