Im Viertelfinal-Hinspiel der Nations League feierte Honduras einen 2:0-Erfolg gegen Mexiko. Stürmer Luis Palma von Celtic Glasgow schnürte den Doppelpack. Doch das Ergebnis rückte kurz nach dem Schlusspfiff schon in den Hintergrund, denn ein Skandal folgte.
Sogenannte "Fans" begannen unmittelbar nach dem Schlusspfiff, Gegenstände auf den Rasen zu werfen. Gerade, als Mexiko-Trainer Javier Aguirre in Richtung der Betreuerbank der Honduraner ging, um Coach Reinaldo Rueda zu beglückwünschen. Auch eine Bierdose segelte auf den Rasen. Und die traf den 65-jährigen Aguirre am Kopf – eine Platzwunde war die Folge. Blut floss die Schläfe des Mexiko-Trainers hinunter.
Trotzdem ließ sich Aguirre nicht von seinem Weg abbringen, schüttelte Rueda mit blutüberströmtem Gesicht noch die Hand. Ehe wenig später weitere Betreuer der Gastmannschaft dem Trainer Wasser über den Kopf leerten, die Blutung mit Tüchern stoppten. Die Wunde wurde schließlich in der Kabine versorgt. Zuvor hatte die Polizei in der aufgeheizten Stimmung im Stadion den Weg in die Katakomben freigemacht.
Mit einigen Stunden Abstand meldete sich der nord- und mittelamerikanische Fußballverband CONCACAF zu Wort. "Der Verband verurteilt aufs Schärfte den Vorfall und die Gewalttat, die sich nach dem Schlusspfiff des Nations-League-Spiels zwischen Honduras und Mexiko ereignet haben. Die Sicherheit der Mannschaften und Fans hat für die CONCACAF Priorität. Diese Art von gewalttätigem Verhalten hat im Fußball keinen Platz. Der Vorfall wird nun an die Disziplinarkommission zur weiteren Prüfung und Untersuchung weitergeleitet", hieß es vonseiten der Konföderation.
Dem honduranischen Fußballverband droht eine Strafe. Das Rückspiel steigt in der Nacht zum Mittwoch (3.30 Uhr) in Toluca.