Blutgerinnsel durch AstraZeneca: So reagiert Österreich

Eine Frau hält eine Ampulle des AstraZeneca-Impfstoffs. Symbolbild
Eine Frau hält eine Ampulle des AstraZeneca-Impfstoffs. SymbolbildANDREAS SOLARO / AFP / picturedesk.com
Die EMA hat Blutgerinnsel im Gehirn am Mittwoch als Nebenwirkung des AstraZeneca-Vakzins bestätigt. So reagiert jetzt das Nationale Impfgremium.

Die Europäische Arzneimittelagentur sieht seit dem heutigen Mittwoch – "Heute" berichtete –  nun auch offiziell einen Zusammenhang zwischen AstraZeneca-Impfstoff und den in Dutzenden Fällen aufgetretenen Hirnvenen-Thrombosen. Diese sollen deshalb künftig als "sehr seltene Nebenwirkung" des Vakzins in allen beiliegenden Broschüren gelistet und medizinisches Personal proaktiv darüber informiert werden.

An der Empfehlung der Arzneimittelagentur ändert das aber nichts. Das Thromboserisiko sei mit etwa 1:100.000 sehr gering, weshalb der Nutzen des AstraZeneca-Vakzins weiterhin die Risken überwiege, so das Fazit der EMA.

Das passiert nun in Österreich

Am späten Abend reagierte dann auch das Nationale Impfgremium in Österreich auf diese Neuevaluierung des dringend benötigten Impfstoffes. In einer Stellungnahme erklärten die Experten, dass keine spezifischen Risikofaktoren identifiziert werden konnten, die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten derartiger Komplikationen erhöhen.

Weil die Vorfälle in der Zwischenzeit aber genaustens analysiert und auch seitens der EMA Kriterien zur frühzeitigen Diagnose der Symptome und einer Therapie erstellt wurden, hält man auch hierzulande an der bereits früher ausgesprochenen Empfehlung fest.

"Derzeit soll das Impfprogramm in Österreich unter Berücksichtigung der epidemiologischen Situation und der verfügbaren Impfstoffe unverändert weitergeführt werden", heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

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