Deutsche und die CIA spionierten 120 Länder aus

Wie von internationalen Medien ausgewertete Daten belegen, spionierten Deutschland und die USA 120 Länder aus, darunter wohl auch Österreich.
Nach dem durch Edward Snowden aufgedeckten NSA-Skandal werden erneut Vorwürfe gegen zwei Nachrichtendienste laut. Wie vom ZDF, dem Schweizer Fernsehen und der "Washington Post" ausgewertete Dateien belegen, spähten der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) und die Central Intelligence Agency (CIA) rund 120 Länder in aller Welt aus.

Viele Länder verließen sich bei der Verschlüsselung ihrer Kommunikation auf das Know-how eines Schweizer Unternehmens. Dieses wurde aber zeitweise vom BND und der CIA kontrolliert. Durch diesen Umstand hatten die beiden Dienste über Jahrzehnte offenbar leichtes Spiel.

Der frühere deutsche Kanzleramtsminister Bern Schmidbauer (CDU) bestätigte dem ZDF die Geheimdienstoperation. Der BND habe aber die Zusammenarbeit mit der CIA bereits 1993 beendet. Der BND selbst verweigert jegliche Auskünfte.

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Schweizer Regierung untersagt Exporte



Wie die "Washington Post" berichtet, lief die Operation zwischen den 1950er und den 2000er Jahren. Der BND und die CIA hätten über die Jahre mehrere Millionen Euro an der Aktion verdient. Das ZDF zitierte ein Papier, in dem es hieß, dass der Rechnungshof "keine Kontrolle" über die Gewinne gehabt habe.

Beim Schweizer Unternehmen handelt es sich um die "Crypto AG" - die Causa firmiert medial folglich unter dem Begriff "Cryptoleaks". Es soll in den vergangenen Jahrzehnten der größte Anbieter für abhörsichere Kommunikation gewesen sein. Abnehmer sollen Saudi-Arabien, der Iran, China und Russland gewesen sein. Die Nachfolgeunternehmen der Firma dürfen bis auf weiteres keine Verschlüsselungstechnik exportieren.



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