Lärm, Alkohol, Böller und Brände: Für die steirische Polizei hat der Jahreswechsel einiges an Stress gebracht. Um Mitternacht herum langten exakt 1.775 Notrufe bei der steirischen Polizei ein. Daraus resultierten insgesamt 768 Einsätze. Im Jahr zuvor musste man 765-mal ausrücken.
Die meisten Notrufe betrafen – trotz Verbot im Ortsgebiet – das Abfeuern von pyrotechnischen Gegenständen und die daraus resultierende Lärmerregung. Das Hauptaugenmerk lag dabei vor allem in den steirischen Bezirkshauptstädten bzw. dem Ballungsraum Graz.
Laut einer Aussendung der Polizei wurden in der Silvesternacht rund 140 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Wie gefährlich der Gebrauch von Feuerwerkskörpern sein kann, zeigte sich in einer Grazer Bar. In der Gleisdorfer Gasse geriet die Decke eines Lokals in Brand. Rund 200 Gäste konnten die Bar verlassen, 13 Personen wurden verletzt. Der Brand konnte von der Berufsfeuerwehr Graz gelöscht werden.
Insgesamt feierten in der steirischen Landeshauptstadt ungefähr 50.000 Besucher den Jahreswechsel. Dies führte jedoch zu keinen Amtshandlungen größeren Ausmaßes. Bei Kontrollen im Zusammenhang mit dem Pyrotechnikgesetz stellten Polizisten allein in Graz insgesamt etwa 25 Kilogramm an Pyrotechnik sicher.
Auch in anderen Orten der Steiermark führten pyrotechnische Gegenstände zu Einsätzen. Zahlreiche Hecken, Holzschuppen und auch andere Gebäude mussten gelöscht werden. So dürfte etwa in Trofaiach der Dachstuhl eines Einfamilienhauses durch Feuerwerkskörper in Brand geraten sein. Bei allen Feuern wurden glücklicherweise keine Personen verletzt.
Aber auch aufgrund von Unfällen mit Alkoholeinfluss mussten die Einsatzkräfte tätig werden. Gegen 2:45 Uhr krachte ein 18-Jähriger aus dem Bezirk Leibnitz in Großklein mit seinem Pkw gegen eine Hauswand und einen Strommast. Dabei wurde der junge Mann verletzt und ins LKH Wagna gebracht. Ein Alkotest ergab eine mittelgradige Alkoholisierung. Der Führerschein wurde abgenommen.